Schwere Vorwürfe

Externe Prüfung soll Klarheit an Universität Luxemburg schaffen

Vorwürfe zu toxischem Arbeitsklima, Mobbing und ungerechtfertigten Entlassungen erschüttern die Universität Luxemburg. Nun soll eine externe Prüfung Klarheit schaffen. Auch die Politik beschäftigt sich intensiv mit den Vorwürfen gegen die Bildungsanstalt.

Jens Kreisel, Direktor der Universität Luxemburg, spricht bei einer offiziellen Veranstaltung

Uni.lu-Direktor Jens Kreisel Foto: Editpress/Alain Rischard

„Was mit einem kleinen anonymen Protest vor der Chamber begonnen hat, hat sich zu einer Krise entwickelt, die mittlerweile die Politik und die Justiz beschäftigt“, sagte Françoise Kemp (CSV) in der öffentlichen Sitzung der Hochschulkommission am Dienstag. Der Kern des Problems liege in den Vorwürfen wegen toxischen Arbeitsklimas, worüber das Tageblatt bereits im November berichtete. Seither habe das Image der Uni gelitten.

Demnach stellte die Hochschulkommission die Themen Mobbing, Beförderungen der Professoren und ungerechtfertigte Entlassungen an der Uni Luxemburg auf ihre Tagesordnung. Zwischen 2020 und 2025 habe es insgesamt 50 Entlassungen sowie 27 Beschwerden an die „Ressources humaines“ gegeben – vier davon gingen vor Gericht. In drei Fällen habe die Justiz bereits entschieden, dass es sich dabei um „licenciement abusif“ handelt, sagte Kemp.

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