Tödliche Messerattacke auf Limpertsberg

Staatsanwaltschaft eröffnet Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen 27-jährigen Mann

Gegen einen 27-jährigen Mann wird wegen Mordes ermittelt. Er ist der einzige Verdächtige nach der tödlichen Messerattacke auf zwei Frauen auf Limpertsberg.

Ein schwarzes Auto ist nach der Messerattacke am Dienstag auf Limpertsberg verunfallt

Ein schwarzes Auto ist nach der Messerattacke am Dienstag auf Limpertsberg verunfallt Foto: Editpress/Tun Stemper

Die Staatsanwaltschaft eröffnet nach der tödlichen Messerattacke auf Limpertsberg ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen einen 27-jährigen Mann. Gegen den Verdächtigen wird außerdem wegen Totschlags, versuchten Mordes und vorsätzlicher Körperverletzung ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwochmittag gegen 15 Uhr in einer Pressemitteilung schreibt.

Dem Mann wird vorgeworfen, am Dienstagmittag eine 35-jährige Französin und eine 36-jährige Luxemburgerin in einem Haus auf Limpertsberg mit einem Messer angegriffen zu haben. Die Französin ist kurz danach an ihren Verletzungen gestorben – die Luxemburgerin liegt im Krankenhaus. Laut l’essentiel handelt es sich bei der Toten um eine Immobilienmaklerin.

Keine familiären Verbindungen

„Wir können laut aktuellem Stand sagen, dass es keine familiären Verbindungen gibt – zu allem weiteren laufen aktuell noch die Ermittlungen“, sagt Sprecher Henri Eippers auf Nachfrage des Tageblatt. Die Staatsanwaltschaft gibt zudem an, dass der Mann nicht in Luxemburg wohnhaft ist. Weitere Informationen zur Nationalität liefert die Staatsanwaltschaft hingegen nicht. Die Nationalität des Opfers sei lediglich bekannt gemacht worden, weil viele Anfragen der französischen Presse bei der Staatsanwaltschaft eingegangen seien, sagt Eippers.

Doch nur ein Tatverdächtiger

Der Verdächtige hatte nach der Tat die Flucht ergriffen, konnte aber von der Polizei im Raum Bridel/Strassen gestellt werden. Die Polizei hatte anschließend ihre Fahndung fortgesetzt. „Es hätte sein können, dass eine weitere Person beteiligt war“, sagt Eippers. Der Verdacht habe sich dann allerdings nicht bestätigt.

Der mutmaßliche Täter wurde am Mittwoch dem Untersuchungsrichter vorgeführt, seine Vernehmung dauert aktuell (Stand 14.59 Uhr) noch an. Auch die Ermittlungen laufen noch. Die Staatsanwaltschaft weist auf die Unschuldsvermutung hin.

Kritik an Informationsmangel

Einige Nachbarn hatten am Mittwochmorgen gegenüber dem Tageblatt angemerkt, dass sie kaum Informationen zu dem Geschehen erhalten hätten. Auf diese Kritik angesprochen sagt Eippers: „Das ist gestern passiert und wir haben jetzt dazu kommuniziert. Etwas Zeit benötigen wir aber auch, um unsere Arbeit machen zu können und Dinge zu überprüfen.“ (dr, sas)

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