60-Jahr-Feier
Privatwinzer stehen vor neuen Herausforderungen
Bei der 60-Jahr-Feier der Privatwinzer ging es nicht nur um den Rückblick, sondern auch um die Herausforderungen für den heimischen Weinbau.
Gefeiert wurde, wie es sich gehört, an Bord der „Marie-Astrid“ Foto: Marco Goetz
Die Luxemburger Privatwinzer haben jüngst an Bord der „Marie-Astrid“ ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert. Präsident Jeff Konsbrück dankte den Mitgliedern. Zusammenarbeit und Solidarität hätten den Verband über sechs Jahrzehnte geprägt. Er erinnerte auch an Jemp Schumacher, der sich besonders für die Privatwinzer eingesetzt habe. Seit der Gründung des Verbandes habe sich vieles verändert. Heute stelle vor allem der Klimawandel die Winzer vor große Herausforderungen. Geblieben sei die Leidenschaft für den Weinbau. Gleichzeitig habe die Qualität der Luxemburger Weine stetig zugenommen. Der Crémant sei zu einem Botschafter des Landes geworden. Hinter jeder Flasche stecke jedoch viel Arbeit. Nun gelte es, nach vorne zu schauen und sich auf neue Erwartungen einzustellen.
Landwirtschaftsministerin Martine Hansen betonte, wie wichtig der Zusammenhalt sei, um die Weine gemeinsam zu vermarkten und ihre Qualität weiter zu steigern. Die Privatwinzer seien ein wichtiger Partner der Regierung. Bei der Vereinfachung administrativer Verfahren gehe es voran. Ein wichtiges Thema bleibe die Möglichkeit, in den Weinbergen gastronomische oder touristische Angebote zu schaffen.
Jeff Konsbrück, Martine Hansen, Guy Krier (v.l.) Foto: Marco Goetz
Guy Krier, Konsbrücks Vorgänger an der Spitze des Verbandes, erinnerte daran, wie wichtig eine gemeinsame Interessenvertretung sei. Der Verband gebe den Privatwinzern eine Stimme, um ihre Anliegen vorzubringen. Zugleich sei er eine Gemeinschaft, die sich mit Leidenschaft für ihre Interessen einsetze. Wichtig sei, dass junge Winzer im Vorstand Verantwortung übernähmen und der Verband sich dynamisch weiterentwickele.