Centre national de l‘audiovisuel
Kulturminister reagiert auf Vorwürfe: „Emotionalität aus der Diskussion herausbekommen“
Im CNA sorgt ein Modernisierungsprozess für Konflikte: Der ehemalige Mitarbeiter Joy Hoffmann kritisiert eine autoritäre Führung und die Vernachlässigung wertvoller Bestände – das CNA reagiert mit Reformversprechen. Kulturminister Eric Thill stellt sich hinter die Leitung und Mitarbeiter des „Centre national de l‘audiovisuel“.
Kulturminister Eric Thill stellt sich hinter die Leitung des CNA Fotos: Editpress/Julien Garroy, Fabrizio Pizzolante
Der ehemalige Leiter des Filmdepartements im „Centre national de l’audiovisuel“ (CNA) in Düdelingen, Joy Hoffmann, übte in einem Forum-Beitrag im Tageblatt scharfe Kritik an den Zuständen vor Ort. Das Personal leide unter autoritärer Führung, langjährige Kuratoren seien verdrängt und die Teutloff-Fotosammlung durch technische Fehlentscheidungen beschädigt worden. Die teuren Investitionen in das Ciné Starlight seien unverantwortlich und das Archiv sei seit mehr als einem Jahr geschlossen. Dem Ministerium wirft er vor, die Probleme nicht ausreichend zu beachten.
Kulturminister Eric Thill reagierte am Montag bei Radio 100,7 auf die Vorwürfe: Er nehme diese ernst, sie seien jedoch auch eine persönliche Meinung in Form eines Leserbriefs. Jeder sei frei, seine Meinung zu sagen, doch es sei wichtig, „bei den Fakten zu bleiben“ – diese werde das CNA noch am Montag liefern. Im CNA finde derzeit ein Modernisierungsprozess statt und dieser sei nicht immer einfach – er stehe hinter der Direktion.