„Portal eent“
130-Millionen-Euro-Klage: Kindy Fritsch wirft Escher Gemeinde Sabotage vor
Der Unternehmer erhebt schwere Vorwürfe gegen die Escher Gemeinde. Weil das Wohnprojekt „Portal eent“ nicht realisiert wurde, fordert seine Gesellschaft nun 130 Millionen Euro Schadenersatz.
Aus dem Bauprojekt wurde bislang nicht mehr als eine brachliegende Grube Fotos: Editpress/ Alain Rischard
Als Folge des gescheiterten Bauprojekts „Portal eent“ äußert sich der Unternehmer Kindy Fritsch am Freitagvormittag auf der Online-Plattform LinkedIn. Er wirft der Escher Gemeinde unter anderem Sabotage vor und kündigt eine Klage über seine Gesellschaft „Portal eent S.à r. l.“ an, in der ein Schadensersatz in Höhe von 130 Millionen Euro gefordert wird. Das Projekt beinhaltete eigentlich den Bau von 78 Wohnungen, 40 Studentenzimmern und elf Einfamilienhäusern. Letztere wollte die Gemeinde im Rahmen des „logement abordable“ erwerben. Dazu kam es jedoch nie.
Verpflichtungen nicht eingehalten
Nun wirft Fritsch der Gemeinde vor, das Projekt absichtlich auf Verwaltungsebene behindert zu haben, wodurch der Baubeginn hinausgezögert wurde. So habe die Gemeinde u.a. die Anlegung eines „Cadastre vertical“ verhindert, was den Vorverkauf der Wohnungen unmöglich gemacht haben soll. „Die Gemeinde hat ihren Teil bewusst nicht erfüllt. Das Ergebnis: 130-Millionen-Euro-Klage. Steuergeld in Gefahr. Keine einzige Wohnung gebaut“, schreibt der Unternehmer.
Die Konvention zwischen „Portal eent S.à r.l.“ und der Gemeinde geht auf das Jahr 2020 zurück. Darin wurde festgehalten, dass die gegenseitigen Verpflichtungen hinfällig würden, falls innerhalb von fünf Jahren kein nennenswerter Baubeginn festgestellt werde. Dieser Fall ist mittlerweile eingetreten.