Auslieferung aus Italien

36-Jähriger nach SMS-Betrügereien in Luxemburg angeklagt

Ein 36-jähriger Mann ist von Italien an die luxemburgische Justiz überstellt worden. Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, luxemburgische Telefonnummern für kriminelle SMS-Betrugsmaschen bereitgestellt zu haben.

36-Jähriger nach SMS-Betrügereien in Luxemburg angeklagt

Foto: Editpress/Julien Garroy

Ein 36-jähriger Mann ist am 24. Juli wegen mutmaßlicher Beteiligung an Betrügereien mit luxemburgischen Telefonnummern angeklagt worden, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Die italienischen Behörden hatten den Tatverdächtigen zuvor in Vollstreckung eines internationalen Haftbefehls an Luxemburg überstellt.

Betrug über luxemburgische Nummern

Dem Festgenommenen wird vorgeworfen, mehrere luxemburgische Telefonnummern an Dritte geliefert zu haben. Diese Nummern wurden im Anschluss verwendet, um potenzielle Opfer im Großherzogtum zu kontaktieren und betrügerische Nachrichten zu verbreiten.

Bei der Betrugsmasche simulieren die Täter eine Notlage und geben sich als nahe Angehörige aus. Ein typischer Kontaktaufnahme-Text lautet laut Staatsanwaltschaft: „Moie Mamm, mäin Telefon ass futti! Dëst ass meng nei Nummer.“ Anschließend fordern die Betrüger unter Druck dringende Banküberweisungen oder die Preisgabe sensibler Daten.

Mehr als 15 Beschwerden erfasst

Bei verschiedenen Polizeidienststellen im ganzen Land wurden bislang mehr als 15 Protokolle und Beschwerden registriert, die direkt mit den betreffenden Telefonnummern in Verbindung stehen.

Die Staatsanwaltschaft Luxemburg und die Polizei raten zur Vorsicht bei Nachrichten von unbekannten Nummern. Verdächtige Zahlungsaufforderungen sollten stets über die bisher bekannten Kontaktdaten der Angehörigen überprüft und umgehend bei den Behörden gemeldet werden. (dr)

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