CMCM Meeting 2026

Erfolgreiches Heimspiel für Luxemburgs Leichtathleten

Das CMCM Meeting hat am Sonntag ein hochklassiges Leichtathletik-Spektakel in der Coque geboten. Zwei luxemburgische Siege und drei Landesrekorde begeisterten das Publikum.

Patrizia Van der Weken sprintet zum vierten Sieg in Folge über 60 Meter beim CMCM Meeting

Patrizia Van der Weken gewann beim CMCM Meeting zum vierten Mal in Folge das 60-Meter-Rennen Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Patrizia Van der Weken bleibt das Maß der Dinge über 60 Meter beim CMCM Indoor Meeting. Zum vierten Mal in Folge gewann die Luxemburgerin am Sonntag das Sprintfinale in der Coque und setzte sich in 7,14 Sekunden vor der Spanierin Jael Bestue (7,18) durch. Die gleiche Zeit hatte sie bereits im Vorlauf erzielt.

„Es ist immer schön, zu gewinnen“, blickte Van der Weken nach ihrem Erfolg auf das Meeting zurück. „Vor allem vor dem Publikum zu Hause. Das ist richtig cool. Ich glaube, es war noch nie so voll hier.“ Mehr als 2.500 Zuschauer waren in die Arena gekommen, um die Athleten anzufeuern, und haben Van der Weken zu einem guten Gefühl für die Saison verholfen.

Die 7,14 Sekunden über 60 Meter waren zwar nicht ihr schnellstes Chrono, sorgen aber nach einem schwierigen Sommer, in dem die Sportlerin des Jahres immer wieder von kleineren gesundheitlichen Problemen ausgebremst worden war, für Zuversicht. „Es fehlt mir noch ein bisschen die Frische, weil wir seit Oktober im Training viel gepusht haben. Das spüre ich noch. Aber es geht in die richtige Richtung“, so Van der Weken.

Das spiegelt sich auch in den Zeiten wider. Mit einer 7,20 war sie vor zwei Wochen in die Saison gestartet und hat sich nun um sechs Hundertstel verbessert. „Das ist ein gutes Zeichen. Das erste Rennen war aus dem Training heraus. Jetzt hatte ich eine 7,15 angepeilt. Das ist mir im Vorlauf und Finale sogar zweimal gelungen.“

In der kommenden Woche setzt Van der Weken ihre Hallensaison nun mit einem Meeting in Paris fort, anschließend stehen Starts in Ostrau und Metz auf dem Programm. „Ich glaube, es wird jetzt Woche für Woche besser gehen“, sagte die 26-Jährige, die beim CMCM Meeting auch über 200 Meter antrat und in 23,28 Sekunden Rang vier belegte. Ihr Höhepunkt der Saison wartet im März mit der Hallen-Weltmeisterschaft im polnischen Torun (20. bis 22. März).

Victoria Rausch beim Sprint, unterbietet ihren eigenen Landesrekord um acht Hundertstel Sekunden

Victoria Rausch unterbot ihren eigenen Landesrekord um acht Hundertstel Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Arendt, Rausch und Querinjean mit Landesrekorden

So weit im Voraus will Victoria Rausch noch nicht denken. Sie hat am Sonntag die Zuschauer mit einem starken Auftritt über 60 Meter Hürden von den Sitzen gerissen und ihren eigenen Landesrekord aus dem Jahr 2024 um acht Huntertsel auf 8,08 Sekunden verbessert. Mit der neuen Rekordzeit zog sie auch souverän ins Finale ein – und das in einem Vorlauf, in dem sie unter acht Läuferinnen nur die siebtschnellste Meldezeit hatte.

„Ich habe nicht erwartet, dass ich so schnell laufen würde“, zeigte sich Rausch anschließend selbst etwas überrascht. „Ich bin wirklich zufrieden. Das gibt mir Selbstvertrauen für die nächsten Rennen.“ Im Finale belegte sie in 8,12 Sekunden den siebten Platz und nahm ebenfalls ein positives Gefühl mit in den weiteren Saisonverlauf. „Um mich für die WM zu qualifizieren, muss ich wahrscheinlich noch schneller laufen, ich nehme Schritt für Schritt.“

Der Landesrekord von Rausch war einer von insgesamt drei luxemburgischen Bestleistungen, die am Sonntag in der Coque aufgestellt wurden. Auch Fanny Arendt und Ruben Querinjean sorgten aus nationaler Sicht für neue Rekorde. Während Querinjean über 3.000 Meter in 7:40,72 Minuten den zweiten Platz belegte, begeisterte Arendt die Zuschauer im Rennen über 800 Meter mit dem zweiten FLA-Sieg des Tages und einer Zeit von 2:00,83 Minuten.

Es war zugleich ein neuer Meetingrekord. Insgesamt fielen am Sonntag in zwölf Wettbewerben vier Meetingrekorde – auch ein Zeichen für die steigende Qualität des CMCM Meetings.

Die Ergebnisse

Damen

60 m: 1. Patrizia Van der Weken (L) 7,14 Sekunden

200 m: 1. Paula Sevilla (ESP) 23,16 Sekunden, 4. Patrizia Van der Weken (L) 23,28

800 m: 1. Fanny Arendt (L) 2:00,83 Minuten

1.500 m: 1. Samrawit Mulugeta (ETH) 4:07,59 Minuten, 13. Linda Krombach (L) 4:23,82

60 m Hürden: 1. Sacha Alessandrini (FRA) 8,00 Sekunden, 7. Victoria Rausch (L) 8,12

Stabhochsprung: 1. Berenice Petit (FRA) 4,45 Meter

Herren

400 m: 1. Jean-Paul Bredau (D) 45,94 Sekunden (MR), 9. Glenn Lassine (L) 49,42

800 m: 1. Mark English (IRL) 1:44,65 Minuten, 9. Jory Teixeira (L) 1:50,21

1.500 m: 1. Pieter Sisk (B) 3:34,63 Minuten

3.000 m: 1. Ruben Verheyden (B) 7:40,31 Minuten, 2. Ruben Querinjean (L) 7:40,72

60 m Hürden: 1. Jakub Szymanski (POL) 7,48 Sekunden

Weitsprung: 1. Jaime Guerra (ESP) 7,84 Meter

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