Basketball

Mit eigener DNA auf der Trainerbank will die AS Zolver langsam nach oben

Mit dem Auftakt der zweiten Runde in der Nationale 2 am vergangenen Wochenende hat der Kampf um die beiden direkten Aufstiegsplätze begonnen. In seiner dritten Saison in der Nationale 2 hat Zolver einen Schritt nach vorne gemacht: Für das Trainerduo Eric Bettini und Luc Loesch liegt die erste Priorität jedoch nicht im Aufstieg, sondern im kontinuierlichen Aufbau der Mannschaft.

Luc Loesch und Eric Bettini konzentrieren sich auf den nachhaltigen Mannschaftsaufbau statt schnellen Aufstieg

Luc Loesch und Eric Bettini legen den Fokus nicht auf den Aufstieg, sondern auf den Aufbau der Mannschaft Foto: Gabi Besenius

Der erste Spieltag der Aufstiegsgruppe verlief für Zolver nach Plan: Mit 80:72 setzte sich das Team um Kapitän Gilles Weis gegen die Black Frogs Schieren durch. Durch den Sieg sicherte sich Zolver den dritten Tabellenplatz und liegt nur einen Punkt hinter dem Spitzenduo Heffingen und Gréngewald. Der Kampf um die beiden Aufstiegsplätze verspricht demnach spannend zu werden.

Nach dem Abstieg in der Saison 2022/23 begann ein Umbruch. Zahlreiche Spieler verließen den Klub, und der Verein stand vor der Herausforderung eines Neuaufbaus. Nachdem in den beiden letzten Spielzeiten jeweils der sechste Platz erreicht wurde, ging man mit neuem Elan in die Saison 2025/26.

Mit Eric Bettini als Coach und Luc Loesch als Assistant-Coach sitzen seit dieser Saison zwei bekannte Gesichter auf der Trainerbank: Beide sind tief mit dem Zolver Verein verwurzelt. „Schon sehr, sehr lange“, antwortet Eric Bettini mit einem Schmunzeln auf die Frage, seit wann er in Zolver dabei ist. Jahrelang war Bettini Assistant-Coach von Carlo Ferrante und auch als Jugendtrainer im Verein aktiv.

Luc Loesch, der als Spieler stets im Zolver Trikot auflief, feierte 2002 den Meistertitel mit dem Verein und engagierte sich nach seiner aktiven Karriere als Jugendcoach. „Es ist manchmal schwierig, nicht direkt eingreifen zu können. Doch als Coach oder Assistant-Coach nimmt man auf andere Weise Einfluss – durch Anweisungen, Worte und die Einstellung, die man vorlebt“, erklärt Loesch.

Langsam etwas aufbauen

Neben dem Trainerduo ist die Rückkehr von Gilles Weis ein weiterer Erfolgsfaktor. Der 31-Jährige kehrte nach zwei Saisons in Contern nach Zolver zurück und bringt seine Erfahrung ins Team ein. „Er ist das Gehirn der Mannschaft und definitiv ein Vorbild für die jungen Spieler“, so Loesch, der zugibt, dass er sich gewünscht hätte, mit Gilles Weis als Playmaker in einer Mannschaft zu spielen.

Nach 20 Spieltagen schloss Zolver die erste Runde mit einer Bilanz von 15 Siegen bei fünf Niederlagen ab. Auch wenn es zwischendurch ein kleines Tief gab, verlief der erste Teil der Saison insgesamt zufriedenstellend. „Die Erwartungen wurden eigentlich übertroffen. Primäres Ziel war es, einen Platz unter den ersten sechs zu sichern. Der dritte Platz war eher überraschend“, berichtet Eric Bettini.

Wir können gegen viele Teams gewinnen, aber genauso gut gegen viele verlieren

Eric Bettini

AS Zolver

Der Sieg gegen Schieren am Sonntag zum Auftakt der zweiten Runde war wichtig. Bettini unterstreicht jedoch, dass man von Spiel zu Spiel schauen werde. „Wir coachen, um zu gewinnen. Die Spieler spielen, um zu gewinnen. Und am Ende werden wir sehen, was dabei herauskommt“, erklärt Luc Loesch auf die Frage nach den Zielen. Bettini ergänzt, dass die Mannschaft sehr jung sei und es darum gehe, langfristig etwas aufzubauen. Man wolle Situationen vermeiden wie vor vier Jahren, als nach dem Aufstieg der direkte Abstieg folgte und die Mannschaft auseinanderbrach.

Aufstieg kein Muss

„Wir wollen eine solide Basis schaffen. Der Aufstieg ist diese Saison nicht das primäre Ziel, aber wenn es am Ende doch reichen sollte, würden wir die Herausforderung annehmen. Im Vordergrund steht jedoch der kontinuierliche Aufbau“, betont Bettini, der sich in seiner Trainerrolle gut eingelebt hat. „Der Trainerjob macht Spaß. Neben dem taktischen Aspekt ist auch die Kommunikation wichtig. Früher waren wir schon froh, auf der Bank zu sitzen, heute will jeder sofort spielen. Wir reden viel mit den Spielern – bisher läuft das sehr gut.“

Die Weichen für eine längerfristige Planung sind gestellt, wobei Geduld gefragt ist: „Wir sind uns bewusst, dass es ein langwieriger Prozess ist. Sowohl als Mannschaft als auch als Trainer oder Spieler entwickelt man sich weiter. Es ist eine Herausforderung, und man weiß, dass es nicht von heute auf morgen funktionieren wird. Doch wir werden versuchen, stets das Beste aus der Situation zu machen“, erklärt der Assistant-Coach.

Am Samstag steht das Duell gegen Heffingen auf dem Programm. Die Mannschaft hatte zu Beginn der Saison dominiert, musste zuletzt jedoch drei Niederlagen einstecken. Für Gilles Weis und Co. ist es damit ein weiterer interessanter Test. Laut Bettini ist dabei oft die Tagesform ausschlaggebend: „Wir können gegen viele Teams gewinnen, aber genauso gut gegen viele verlieren“, erklärt der Coach mit einem Lachen.

Mit starker Etute ins Viertelfinale

Die Oregon Ducks stehen im Big-Ten-Turnier im Viertelfinale. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag siegte das Team um Ehis Etute mit 73:68 gegen Maryland. Dabei war die Luxemburgerin mit 20 Punkten und zehn Rebounds die Leistungsträgerin in ihrem Team. Für die Ducks ein großer Erfolg, wurde ihr Gegner im nationalen Ranking doch immerhin an Position 14 gesetzt. Im Viertelfinale geht es nun gegen Michigan, das national sogar auf Rang acht geführt wird.

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