Enovos League
Bartringen überwindet sein Viertelfinal-Trauma
Nach einer Niederlage zum Auftakt des Play-off meldete sich die Sparta am Mittwoch zurück und konnte auch das Entscheidungsspiel gegen Walferdingen für sich entscheiden. Das Viertelfinal-Trauma ist überstanden und die Bartringer können sich seit langem wieder über ein Halbfinale freuen.
Im Gegensatz zu den beiden ersten Spielen waren Yannick Verbeelen und die Sparta dieses Mal von Anfang an im Spiel Foto: Editpress/Jean-Jacques Patricola
„Wir haben nicht unbedingt daran gedacht, dass wir in der Vergangenheit immer wieder im Viertelfinale gescheitert sind, da wir in den letzten Jahren eher als Underdog in die Play-offs gestartet sind. Es kann sein, dass nach der Niederlage zum Auftakt des Viertelfinales diese Gedanken bei dem einen oder anderen hochgekommen sind, bei mir war das nicht der Fall“, meinte Yannick Verbeelen und fügte hinzu: „Die Freude ist groß, doch im zweiten Moment ist man sich bewusst, dass es jetzt gilt, sich auf die Partie in einer Woche vorzubereiten.“
Ein wesentlicher Unterschied zu den ersten beiden Begegnungen lag für die Bartringer in der Anfangsphase: Mussten sie in den ersten beiden Duellen dem Rückstand von Beginn an hinterherlaufen, war es in der dritten Partie die Sparta, die mit viel Energie startete (10:2, 3’). Laut Verbeelen ein ausschlaggebender Faktor: „Es ist etwas anderes, wenn man mit der Führung spielen kann. Das Selbstvertrauen ist größer.“
Die Walferdinger verkürzten zwar den Rückstand (18:16), doch im zweiten Viertel stellte Verbeelen seine Treffsicherheit aus der Distanz unter Beweis und leitete mit zwei Dreiern einen 15:2-Lauf ein, der dazu führte, dass sich die Hausherren nach 18 Minuten bereits ein 20-Punkte-Polster herausgespielt hatten (42:22). Den Walferdingern gelang binnen acht Minuten derweil lediglich ein Dreier sowie vier Freiwürfe (bei acht Versuchen).
Von Anfang an da
Die Bartringer blieben nach dem Seitenwechsel die tonangebende Mannschaft (51:27). In einer zusehends hektisch werdenden Partie kassierten bei den Gastgebern Stein und Verbeelen in kurzer Zeit ihr viertes Foul. Angeführt von Slajchert, der nach lediglich zwei Punkten in der ersten Hälfte vom Foultrouble der Sparta profitierte und offensiv mehr Freiheiten genoss, reagierte Walferdingen mit einem 8:0-Lauf. Doch die eingewechselten Arendt und Germeaux sorgten mit Dreiern dafür, dass man den Gegner auf sicherer Distanz hielt (62:44). „Philippe und Tom gaben wichtige Impulse. Das ist unsere Stärke, dass wir solche Leute auf der Bank haben“, so Verbeelen.
Beim Stand von 67:50 (33’) sah alles nach einem deutlichen Sieg der Gastgeber aus, doch die Résidence hatte noch nicht aufgegeben und startete eine Aufholjagd. Slajchert und Co. reduzierten den Rückstand auf sieben Einheiten (67:60, 35’). Doch die Gastgeber bewahrten die nötige Ruhe und gaben den Sieg nicht mehr aus der Hand.
„Wir haben die Anfangsphase verschlafen. Wir hätten im defensiven Bereich aggressiver agieren müssen. Auch wenn es im Endeffekt nicht gereicht hat, bin ich stolz auf die Mannschaft, dass wir eine Reaktion gezeigt haben und den Rückstand auf unter zehn Punkte reduzieren konnten. Wir hätten am Mittwoch den Sack zuschnüren müssen, das war unsere eigene Schuld“, erklärte Tom Schomer.
Während für Walferdingen die Saison vorbei ist, trifft die Sparta am kommenden Wochenende im Halbfinale auf Düdelingen. „Zuerst wollten wir die Serie gegen Walferdingen gewinnen, ehe wir uns Gedanken über den Gegner machen“, so Verbeelen.
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Statistik
„T“-Bestnote: Yannick Verbeelen (Sparta Bartringen)
Viertel: 22:16, 22:11, 18:18, 18:24
Bartringen: Iwuakor 18, Logelin 16, Williams 15, Verbeelen 12, Stein 8, Arendt 8, Germeaux 3, Holsten 0
Walferdingen: Vujakovic 24, Slajchert 18, Bailey 17, Schomer 5, Vranjes 5, Shungu Bonga 0, Jarnjak 0
Schiedsrichter: Muho/Glod/Ntasis
Zuschauer: 800 zahlende