Enovos League
Sparta kämpft sich zurück und erzwingt drittes Spiel
In einem weiteren intensiven Pokalfight lag die Sparta bereits früh zurück, erkämpft sich gegen die Résidence dennoch ein drittes Spiel.
Jubel bei der Sparta, die sich ein drittes Spiel gegen Walferdingen erkämpft hat Foto: Abriel Adam
Sie wollten es besser machen als am Samstag, als sie in der ersten Halbzeit nicht wirklich präsent waren. Doch auch in der zweiten Partie der „Best-of-three“-Viertelfinalserie war es Walferdingen, das eindeutig den besseren Start erwischte. Tom Schomer eröffnete nach 20 Sekunden mit einem Dreier den Punktereigen. Zwar glich Verbeelen im Gegenzug aus der Distanz aus, doch dann zündete Walferdingen offensiv ein erstes kleines Feuerwerk. Binnen drei Minuten legte die Résidence ein 12:0 aufs Parkett und lag früh mit zwölf Punkten in Führung (15:3, 4‘).
„Wir wollten heute physisch anders auftreten, doch wir sind einfach zu hektisch rangegangen“, betont Sparta-Kapitän Victor Stein. „Es waren wieder zu viele Ballverluste und Dummheiten.“
Während Vujakovic und Co. solide in ihrer Defensive standen, forcierte Bartringen nämlich einmal mehr viel zu viel. Gleich sechs Turnover leisteten sich Logelin und seine Teamkollegen in den ersten zehn Minuten. Kaum eine Lösung fanden die Gäste zudem gegen den flinken US-Spieler Slajchert, der für die schnellen Gegenangriffe verantwortlich war. Mit einer Neun-Punkte-Führung ging das Lokalteam in die erste Viertelpause (25:16) und nahm seine Energie auch in den zweiten Durchgang mit, in dem es wieder bis auf elf Einheiten davonzog (31:20, 12‘).
Doch nun ging bei der Sparta endlich der lang ersehnte Ruck durch die Mannschaft. In einer nervösen und hektischen Phase, in der die Nerven auch schon einmal bei einigen Spielern durchgingen, kämpfte sich die Sparta zurück und ging durch Iwuakor erstmals in dieser Partie in Führung (35:36, 19‘). Bailey holte diese jedoch pünktlich zur Pause mit drei verwandelten Freiwürfen zurück (38:36). „Es ist aber etwas anderes, ob man mit zwei oder 15 Punkten Rückstand in die Kabine geht“, zieht Stein den Vergleich zur ersten Partie.
Play-off-Fight
Bei der Sparta hatten sich zu diesem Zeitpunkt jedoch schon die Fehler auf der Tafel summiert. Mit Logelin, Stein und Arendt waren bereits drei Spieler mit drei Fouls vorbelastet, und die intensivste Phase sollte noch kommen. Geschenkt wurde sich nichts mehr, und beim Stand von 54:54 ging es in das letzte Viertel.
Während Bartringen nun zusehends wichtige Distanzwürfe verwandelte, blieb die Résidence von der Dreierlinie blass. Die Sparta ihrerseits machte zu wenig aus ihrer Überlegenheit im Rebound und haderte mit den Schiedsrichterentscheidungen. Doch die Gäste, die endlich ihr Viertelfinaltrauma überwinden wollten, hielten dieses Mal dem Druck stand. Verbeelen, der seine Mannschaft immer wieder wachrüttelte, und Stein verwandelten wichtige Körbe. Und auch wenn die Sparta ein letztes Mal zittern musste, als Bailey sechs Sekunden vor Schluss mit einem der wenigen erfolgreichen Distanzwürfe bei seinem Team noch einmal Hoffnung aufkommen ließ (76:77), war es Williams, der von der Freiwurflinie das dritte Spiel sicherte.
„Wir sind gut gestartet, doch dann haben wir viel forciert und sie ins Spiel zurückkommen lassen. Diese 50:50-Bälle haben sie häufiger gewonnen. Sie haben gekämpft und verdient gewonnen, auch weil wir im Rebound nicht so erfolgreich waren wie noch in der ersten Partie“, so das Fazit von Résidence-Kapitän Oliver Vujakovic.
Beide Spieler zeigen sich für das Entscheidungsspiel am Samstag jedoch optimistisch. „Es steht 1:1, wir haben bei ihnen schon gewonnen, und es ist egal, ob zu Hause oder auswärts. Es ist alles drin, und wir werden mit hundert Prozent spielen“, so Vujakovic.
„Niemand hat gesagt, es würde einfach werden, doch ich bin stolz, wie wir zurückgekommen sind. Wir spielen zu Hause, und wenn wir ihre Amerikaner in den Griff bekommen und von Anfang an da sind, dann müsste es mit dem Halbfinale klappen“, gibt sich auch Stein optimistisch.
Statistik
„T“-Bestnote: Yannick Verbeelen (Sparta Bartringen)
Viertel: 25:16, 13:20, 16:18, 22:25
Walferdingen: Slajchert 23, Bailey 16, Vujakovic 12, Vranjes 11, Schomer 9, Shungu Bonga 5, Saldana 3
Bartringen: Williams 20, Iwuakor 17, Verbeelen 15, Stein 9, Holsten 8, Logelin 7, Arendt 3, Germeaux 0, Hittelet 0
Schiedsrichter: L. Weiwers/Donckel/Richartz
Zuschauer: 350 zahlende
Im Überblick
Play-off-Viertelfinale („best of three“):
1. Spiel:
Steinsel – Esch 61:76
Fels – Düdelingen 86:88
Bartringen – Walferdingen 83:87
Ettelbrück – Kordall 106:67
2. Spiel:
Esch - Steinsel 70:78
Düdelingen - Fels 92:90
Walferdingen - Bartringen 76:79
Kordall - Ettelbrück 85:82
3. Spiel:
Samstag, 18. April:
19.00: Steinsel – Esch
20.30: Bartringen – Walferdingen
Sonntag, 19. April:
17.30: Ettelbrück – Kordall