Enovos League Damen

Sparta geht mit den besseren Argumenten ins Entscheidungsspiel

Contern und Bartringen gehen in die Verlängerung: Nach dem Auswärtssieg am vergangenen Wochenende ließ Contern jegliches Selbstvertrauen vermissen, sodass Bartringen mit gesteigerter Motivation und viel Biss ausgleichen konnte.

Lena Mersch und Bartringen kämpfen in spannendem Entscheidungsspiel um Meisterschaft nach 0:2-Rückstand

Lena Mersch und Bartringen wollten nicht so einfach mit einem 0:2 aus der Meisterschaft ausscheiden und erkämpften sich das Entscheidungsspiel Foto: Editpress/Jeff Lahr

Die Conterner Ausgangslage war so günstig wie nie zuvor. Mit einem 1:0-Vorsprung im Rücken und vor eigenem Publikum konnten Skrijelj und Co. die sich bietende Gelegenheit jedoch nicht nutzen. Dabei trat Bartringen ohne Nicole Torresani an und musste über weite Strecken zudem auf die angeschlagene US-Spielerin Quezada verzichten. Nach dem 2:0 durch Skrijelj zerplatzten die lokalen Hoffnungen jedoch so schnell wie eine Seifenblase.

Contern bekam keinen Stich gegen eine aggressive Gästeverteidigung. Bartringen verwehrte seinem Gegenüber konsequent den Weg zum Korb. Beim ABC klappte im Anfangsviertel rein gar nichts: Fehlwürfe und Ballverluste standen an der Tagesordnung, zudem waren die Hausherrinnen aus der Distanz – sonst eines ihrer Trumpfasse – mehr als harmlos.

Ganz anders die Sparta, die ohne Kompromisse agierte. Ihre Zielstrebigkeit spiegelte sich sofort auf der Anzeigetafel wider. Yoerger war maßgeblich für den Ausbau des Bartringer Vorsprungs verantwortlich (6:23). Contern existierte in der Anfangsphase praktisch nicht, und alles sah nach einer Einbahnstraße der Gäste aus.

„Wir waren uns bewusst, dass es unsere letzte Chance sein würde“, so eine glückliche Cathrin Wolff. „Nach der Pause haben wir uns wieder auf unsere defensive Aufgabe fokussiert. Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen, um Esme (Skrijelj) aus dem Spiel zu nehmen. Wir wollten vermeiden, dass ihre Amerikanerinnen unter den Korb kommen – das hat ausgezeichnet geklappt. Nächste Woche möchten wir mit dem gleichen Matchplan den Sprung ins Finale schaffen.“

Mit der Einwechslung von Bourg erhielt Contern endlich etwas Dynamik in sein Spiel. Doch noch wollte der Ball nicht im gegnerischen Korb landen. Das Team von Coach Fuger zeigte nun erste Lebenszeichen. Skrijelj fand die gewohnten Anspielstationen, und über Walsh startete die Mission Aufholjagd. Jetzt kam Bartringen etwas ins Grübeln und kurz vor der Pause konnte Skrijelj mit dem ersten Dreier – im 16. Versuch der Hausherrinnen – auf acht Zähler verkürzen (26:34).

Gleiches Szenario

Im Überblick

Play-off-Halbfinale („best of three“):

1. Spiel:

Düdelingen - Esch 79:72

Bartringen - Contern 75:82

2. Spiel:

Contern - Bartringen 61:74

Esch - Düdelingen 61:86

3. Spiel, Samstag, 25. April:

Bartringen - Contern

Bei Halbzeit war ein Umschwung noch im Rahmen des Möglichen. Jedoch war das dritte Viertel eine Kopie des Auftaktviertels. Contern hatte all seinen Elan in den Kabinen gelassen, und Bartringen drehte wieder auf und baute sein Polster diesmal sogar bis auf 23 Punkte aus (36:59). Contern setzte alles auf eine Karte und startete einen ähnlichen Lauf wie im zweiten Viertel. Jetzt waren auch die Distanzversuche von Erfolg gekrönt: Nach vier Dreiern in Folge hatte Bartringen seinen Vorsprung bis auf neun Punkte eingebüßt (54:63).

Das Momentum war wieder auf der Seite des Heimteams, allerdings spielte der Faktor Zeit zugunsten der Sparta, bei der die überragende Jordan King die Übersicht behielt und ihr Team ins Entscheidungsspiel führte. Riesig war die Enttäuschung bei Esmeralda Skrijelj, die noch lange nachdenklich in der Sporthalle verweilte.

„Mir fehlen die Worte. Unser Start in die Partie war fürchterlich, ebenso nach der Pause. Heute hat vieles nicht geklappt und uns fehlte die Aggressivität der letzten Woche. Sie haben zu viele einfache Würfe und zu viele zweite, dritte und sogar vierte Chancen bekommen. Und das bricht einem das Genick. Noch ist nichts verloren. Wir haben noch eine zweite Chance und müssen nächste Woche hart an uns arbeiten und dann anders auftreten als heute.“

Statistik

„T“-Bestnote: Jordan King (Sparta Bartringen)

Viertel: 8:23, 20:13, 11:23, 22:15

Contern: Walsh 20, Skrijelj 11, Petrova 10, Kulesza 8, Lavandier 6, Bourg 6

Bartringen: King 28, Yoerger 19, Mersch 11, Quezada 10, Wolff 4, Hagen 2, Wolf 0, Liska 0

Schiedsrichter: Vanglovskij/Donckel/Stasiuk

Zuschauer: 173 zahlende

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