Jugendgewalt

Vergangenes Jahr wurden 38 Minderjährige wegen Gewaltverbrechen verurteilt – Minister setzen auf Prävention

Wenn es um Jugendgewalt geht, ist Präventionsarbeit zentral. Das unterstreichen der Minister für Innere Sicherheit Henri Kox, Bildungsminister Claude Meisch und Justizministerin Sam Tanson in ihrer gemeinsamen Antwort auf eine parlamentarische Frage, die der Abgeordnete Fred Keup Anfang Februar stellte. Anlass für die Frage war Kox’ Aussage, dass die Gewaltbereitschaft der Menschen in der Pandemie zugenommen hätte. Nun sagen die Minister, dass die von der Polizei erfasste Anzahl an Gewaltverbrechen in den letzten vier Jahren mehr oder weniger konstant geblieben sei – doch es gebe immer eine Dunkelziffer. Wegen Gewaltverbrechen verurteilt wurden letztes Jahr 38 Minderjährige.

Laut Minister sind verschiedene schulpsychologische Beratungsstellen, die sich mit Gewaltprävention beschäftigen, in den letzten Jahren stark ausgebaut worden

Laut Minister sind verschiedene schulpsychologische Beratungsstellen, die sich mit Gewaltprävention beschäftigen, in den letzten Jahren stark ausgebaut worden Symbolbild: Pixabay

Gegen Jugendgewalt helfe nur eine „globale Herangehensweise“ und „kollektive Bemühungen“, denn die Polizei könne nicht die alleinige Lösung für das Problem sein. Das betonen der Minister für Innere Sicherheit Henri Kox („déi gréng“), Bildungsminister Claude Meisch (DP) und Justizministerin Sam Tanson („déi gréng“) in einer gemeinsamen Antwort auf eine parlamentarische Frage von ADR-Politiker Fred Keup. Zum direkten Hintergrund: Am 3. Februar hatte Kox im Gespräch mit RTL gesagt, dass die allgemeine Gewaltbereitschaft der Menschen in der Pandemie gestiegen sei. Die Aussage stand einerseits im Kontext der schwelenden Konfliktlage im „Garer Quartier“, in dem sich die Kriminalitätsrate konstant auf hohem Niveau befindet, sowie andererseits dem Tod eines 18-Jährigen in Bonneweg. Dieser war Ende Januar von zwei Minderjährigen bei einer Messerstecherei tödlich verletzt worden. 

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren