Kostendruck durch Krisen

Regierung erhöht LAR-Zuschüsse ab 2027 um 40 Prozent

Steigende Betriebskosten setzen die Luxembourg Air Rescue unter Druck. Die Regierung reagiert mit höheren Zuschüssen ab 2027.

Protest der LAR gegen die Folgen des Iran-Kriegs mit Transparenten und engagierten Demonstranten

Die LAR kämpft mit den Folgen des Iran-Kriegs Symbolfoto: Editpress/Julien Garroy

Der Krieg im Iran dauert an – und treibt die weltweiten Energiepreise weiter in die Höhe. Die Folgen sind auch in Luxemburg längst spürbar. Doch nicht nur für die Bevölkerung glich der Gang zur Tankstelle in den vergangenen Wochen einer Achterbahnfahrt. Auch die Luxembourg Air Rescue (LAR) kämpft aufgrund der geopolitischen Lage mit stark steigenden Betriebskosten – allein die Kerosinpreise haben sich innerhalb weniger Wochen verdoppelt. Dazu kommen höhere Ausgaben für Logistik und Ersatzteile sowie betriebliche Einschränkungen. Auch Unsicherheiten in Bezug auf die Treibstoffversorgung nehmen zu.

Vor diesem Hintergrund hat die LAR beim CGDIS einen (bisher unbeantworteten) Antrag auf finanzielle Unterstützung gestellt, geht aus einer parlamentarischen Anfrage des Grünen-Abgeordneten Seris Mehovic vom 29. April hervor. Darin erkundigt er sich unter anderem nach möglichen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen für die LAR sowie nach der Absicherung der Kerosinversorgung im Krisenfall.

Innenminister Léon Gloden (CSV) bestätigt in seiner Antwort, dass die Regierung den Zuschuss der LAR aufgrund der steigenden Kosten erhöhen wird – „ab 2027 um etwa 40 Prozent“. Der Minister verweist darauf, dass zwischen Staat und LAR seit 2023 eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit dem CGDIS bei Einsätzen des Zivilschutzes besteht.

LAR-Versorgung in Gesamtversorgung der Luxair integriert

Der Kerosinbedarf der LAR wird laut Gloden über den Liefervertrag der Luxair gedeckt. Dadurch profitiere die LAR indirekt von den von Luxair ausgehandelten Konditionen – insbesondere von Mengenvorteilen, damit verbundenen logistischen Bedingungen und der Strategie zur Absicherung von Preisrisiken. Gerade in der aktuellen Lage sei dieser Aspekt „besonders wichtig“.

Der Anstieg der Kerosinpreise werde gemäß geltender vertraglicher Mechanismen weitergegeben. Die Versorgung der LAR sei zudem über die Luxair gesichert. Da ihr Bedarf im Vergleich zu Luxair sehr gering ausfalle, könne er „ohne besondere operative Schwierigkeiten“ in deren Gesamtversorgung integriert werden. Aufgrund der geringen Mengen stelle der Bedarf der LAR zudem „keinen besonderen Spannungsfaktor“ dar. Dennoch bleibe die Kerosinversorgung – wie bei allen Flugbetreibern – abhängig vom reibungslosen Funktionieren der gesamten Treibstoffversorgung am Findel. (les)

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren