Jubiläum
Die Stimme gegen die Not – Eine persönliche Erinnerung zum 30. Geburtstag der „Stëmm vun der Strooss“
Wenn es darum geht, Organisationen zu nennen, die marginalisierten Menschen in Luxemburg helfen, dann ist die „Stëmm vun der Strooss“ mit an vorderster Stelle. Der 1996 gegründete gemeinnützige Verein ist längst zu einer festen Institution hierzulande geworden.
Das „Café Treffpunkt“, das Sozialrestaurant in Hollerich Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Das erste Mal, dass ich die Räume der „Stëmm vun der Strooss“ betrat, war ein Nachbarschaftsbesuch. Ich wohnte damals, vor mehr als 20 Jahren, in Bonneweg. Das Sozialrestaurant und die Anlaufstelle der Stëmm, wo Menschen in Not, ob obdach- oder arbeitslos oder suchtkrank eine warme Mahlzeit und soziale Betreuung erhalten, befanden sich damals in der rue du Cimetière – ein Katzensprung von meiner Wohnung entfernt. Es war meine erste Reportage über die Stëmm. Weitere sollten folgen.
„Seit wir 2014 nach Hollerich zogen und unsere Strukturen größer wurden, haben wir auch Sicherheitspersonal“, sagt Alexandra Oxacelay. Sie hatte in den 90er Jahren Journalismus studiert und diesen Beruf für verschiedene Radiosender und Redaktionen ausgeübt, bevor sie 1998 als Journalistin bei der Stëmm anfing, um eine professionelle Wiedereingliederungswerkstatt, damals in Limpertsberg, aufzubauen und somit die Zeitung „Stëmm vun der Strooss“ ins Leben zu rufen. Alexandra Oxacelay wurde bald Direktorin der Stëmm, die schnell zu ihrer Herzensangelegenheit wurde. 2025 wurde sie von Großherzog Henri zum Ritter des Ordens „Adolphe de Nassau“ ernannt.