EKABE-Krise

Wohin mit 56 Millionen Litern Milch? Lactalis-Pläne alarmieren Luxemburgs Landwirtschaft

Ekabe will die Verträge mit rund 70 Luxemburger Milchbauern nicht verlängern. Für 56 Millionen Liter Milch suchen Politik und Branche nun Abnehmer – unter wachsendem Zeitdruck.

Molkereiunternehmenspläne überraschen Landwirtschaftsministerin Martine Hansen und beeinflussen die Milchbranche deutlich

Die Pläne des Molkereiunternehmens haben sowohl die Branche als auch Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) kalt erwischt Foto: Editpress/Julien Garroy

Nachdem das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag einen Brief von Lactalis, dem weltweit größten Molkereiunternehmen, zu dem auch Ekabe gehört, erhalten hatte, machte sich ein mulmiges Gefühl breit. Das Unternehmen informierte darin über geplante Restrukturierungen, betonte jedoch, den Standort Luxemburg nicht aufgeben zu wollen, wie Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) dem Tageblatt am Freitag mitteilte. Der Brief an das Ministerium sei jedoch noch nicht konkret auf das Vorhaben eingegangen, die Verträge von rund 70 Luxemburger Milchbauern nicht zu verlängern.

„Definitiv keine schöne Situation“, meinte Hansen. Zwar sei die Molkerei bereit, bei der Laufzeit der Verträge eine gewisse Flexibilität zu zeigen. Dennoch gehe es nun darum, Lösungen zu finden und den Schaden für die Luxemburger Landwirtschaft möglichst gering zu halten.

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