Verdacht auf Körperverletzung

Staatsanwaltschaft leitet Vorermittlung gegen Orthopäden Wilmes ein

Die Staatsanwaltschaft hat eine Vorermittlung gegen den suspendierten Orthopäden Philippe Wilmes eingeleitet. Ihm wird unter anderem schwere vorsätzliche Körperverletzung sowie Betrug vorgeworfen.

Porträt von Philippe Wilmes, Arzt mit umstrittenen Kreuzband-Operationen bei Patienten

Hat möglicherweise unnötige Operationen an den Kreuzbändern von Patienten durchgeführt: Philippe Wilmes Foto: Hervé Montaigu/Editpress

Die Luxemburger Staatsanwaltschaft hat eine Vorermittlung gegen den suspendierten Orthopäden Philippe Wilmes eingeleitet. Das schreibt die Behörde am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Grundlage sind zwei Anzeigen des Gesundheitsministeriums vom 21. und 22. April, denen zwei unabhängige medizinische Expertengutachten beigefügt waren. Diese kommen zu dem Schluss, dass ein Teil der von Wilmes durchgeführten Operationen medizinisch nicht gerechtfertigt gewesen sein könnte. Der Arzt hat die betroffenen Patienten möglicherweise verstümmelt.

Die Ermittlungen richten sich gegen Wilmes unter anderem wegen des Verdachts auf schwere vorsätzliche Körperverletzung, Urkundenfälschung und Gebrauch gefälschter Dokumente sowie Betrug und Subventionsbetrug. Weitere Tatbestände könnten im Zuge der Untersuchung hinzukommen. Die Ermittlungen seien ergebnisoffen und sowohl zugunsten als auch zulasten des Beschuldigten ausgerichtet, so die Staatsanwaltschaft.

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