Interview

UEL-Direktor Marc Wagener: „Wir wurden in die Schmuddelecke gedrückt“

Die UEL sei von der Kehrtwende der CSV-DP-Regierung beim Arbeitsrecht enttäuscht, von der Rentenreform ebenfalls, sagt der Direktor des Unternehmerdachverbands, Marc Wagener, im Interview. Den Gewerkschaften wirft er vor, die Spielregeln des Sozialdialogs gebrochen zu haben, ist aber zuversichtlich, dass man im CPTE bald wieder zu dritt diskutieren kann. Sollte die wirtschaftliche Stagnation, die seit vier Jahren in Luxemburg herrscht, anhalten, blieben nur zwei Möglichkeiten: Wachstumsrate wieder steigern oder die Ausgaben an die neue Normalität anpassen.

Marc Wagener, UEL-Direktor, arbeitet am Mittwochnachmittag in seinem Büro in der Chambre de Commerce Kichberg

UEL-Direktor Marc Wagener am Mittwochnachmittag in seinem Büro in der „Chambre de Commerce“ auf Kichberg Foto: Editpress/Julien Garroy

Tageblatt: In ihrem Koalitionsabkommen hatte die CSV-DP-Regierung der UEL in Aussicht gestellt, das Kollektivvertragsgesetz so zu reformieren, dass bestimmte Themen wie die Arbeitsorganisation in Betriebsabkommen zwischen Unternehmensleitung und Personaldelegation ohne Beteiligung der Gewerkschaften vereinbart werden könnten. Nach den Sozialrunden im Juli hat CSV-Premier Luc Frieden diese Reform verworfen. Sind Sie darüber enttäuscht?

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