Gesetzentwurf zu Arztgesellschaften

„Salariatsmedizin“ soll künftig nur sehr eingeschränkt erlaubt sein

Am Donnerstag hat CSV-Gesundheitsministerin Martine Deprez ihren Gesetzentwurf zu den Arztgesellschaften im Parlament hinterlegt. „Salariatsmedizin“ soll künftig auch außerhalb von Krankenhäusern nur sehr eingeschränkt möglich sein.

Ärzte treffen sich in professioneller Umgebung zur exklusiven Gesellschaftsbeteiligung und Zusammenarbeit

Die Beteiligung an den Gesellschaften wird ausschließlich Ärzten vorbehalten sein Foto: Editpress/Archiv

Einen Monat, nachdem sie den Vorentwurf dem Regierungsrat vorgelegt hatte, hinterlegte CSV-Gesundheitsministerin Martine Deprez am Donnerstag ihren Gesetzentwurf zu den Arztgesellschaften im Parlament. Im „exposé des motifs“ des Entwurfs wird noch einmal betont, dass die Beteiligung an den Gesellschaften ausschließlich Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten und Tierärzten (für die Sonderbestimmungen gelten) vorbehalten sei. Finanziers, die keine Mediziner sind, dürfen demnach nicht Teilhaber werden.

Hinsichtlich der AMMD-Forderung, dass Arztgesellschaften Mediziner als Beschäftigte einstellen dürfen, orientiert sich der Gesetzentwurf am Deontologiekodex der Ärzte. Dieser verbietet Arztvereinigungen einerseits eine Vereinbarung in Form einer Vermarktung der medizinischen Tätigkeit, die eine Vergütung („salarisation“) des Arztes oder eine Zahlung von Kosten beinhaltet, die über das hinausgeht, was in einer Vereinigung zulässig ist. Andererseits untersagt der Deontologiekodex angestellten Ärzten eine Vergütung anzunehmen, die auf Produktivitätsnormen, Stundenlohn oder anderen Bestimmungen basiert, die eine Einschränkung oder Aufgabe seiner beruflichen Unabhängigkeit oder eine Beeinträchtigung der Qualität der Versorgung zur Folge hätten.

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