Wohnungskrise

„Mehrheit kann es sich nicht leisten, in Luxemburg zu leben“: Jugend ruft zu Protest auf

13 Jugendorganisationen protestieren am 27. Oktober vor der Chamber. Sie fordern, die Wohnungskrise zur politischen Priorität zu machen und wirksame Maßnahmen schneller umzusetzen.

Luxemburgs Jugendorganisationen wollen die anhaltende Wohnungskrise nicht länger hinnehmen

Luxemburgs Jugendorganisationen wollen die anhaltende Wohnungskrise nicht länger hinnehmen Symbolfoto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Erneut formiert sich in Luxemburg Widerstand gegen die Wohnungspolitik. 13 Jugendorganisationen rufen angesichts der anhaltenden „Logementskris“ in einer Pressemitteilung vom Dienstag zu einem Protest vor der Chamber auf. Die Veranstaltung soll am 27. Oktober um 15 Uhr stattfinden. 13 Organisationen nehmen daran teil.

Junge Menschen können sich das Leben in Luxemburg kaum leisten

Sie prangern an, dass die Wohnungskrise, die vor allem junge Menschen betrifft, seit mehr als 20 Jahren andauert. „Ob Studierende oder junge Berufstätige, ob aus Luxemburg oder dem Ausland – die Mehrheit kann es sich nicht leisten, in Luxemburg zu leben“, heißt es in der Mitteilung. Viele junge Menschen seien deshalb gezwungen, „jenseits der Grenze“ zu wohnen. In der Konsequenz stiegen auch dort die Preise.

Die Organisationen wollen diese Entwicklung nicht länger hinnehmen. Sie fordern, „dass alle politischen Parteien die Wohnungskrise als absolute Priorität behandeln und endlich schneller konkrete und wirksame Maßnahmen umsetzen“.

Unterzeichnet ist der Aufruf von den JSL („Jonk Sozialiste Lëtzebuerg“), „déi jonk Lénk“, „déi jonk Gréng“, der AELK („Association des étudiants à Karlsruhe“), der ALUS („Association des Luxembourgeois aux Universités de Strasbourg“), dem „Jugendrot“, den „Jonk Europäesch Föderalisten Lëtzebuerg“, dem „Klima Kollektiv“, dem LCGJ („Lëtzebuerger Chrëschtleche Gewerkschaftsbond“), der LSD („Lëtzebuerger Studenten zu Düsseldorf“), der Gewerkschaftsjugend OGJ, den RLA („Rout Léiwen Amsterdam – Lëtzebuerger Studenten zu Amsterdam“) sowie der UNEL („Union nationale des étudiant-e-s du Luxembourg“).

Jugendparteien wollen die Wohnungspolitik verändern

Bereits im September hatten fünf Luxemburger Jugendparteien zwölf gemeinsame Forderungen zur Bekämpfung der Wohnungskrise gestellt. Vor den Sommerferien hatten sich JSL, CSJ („Chrëschtlech-Sozial Jugend“), JDL („Jonk Demokraten“), „déi jonk gréng“ und „déi jonk Lénk“ zusammengefunden und eine entsprechende Erklärung ausgearbeitet.

Sieben der zwölf Forderungen sind der Besteuerung von Immobilienspekulation und der Schaffung von öffentlichem Wohnraum gewidmet, vier der Unterstützung von Mietern. Bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum soll laut Erklärung jede Kommune langfristig zum nationalen Ziel beitragen, 20 Prozent bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – angepasst an ihre jeweiligen Gegebenheiten.

Ausgangspunkt für die gemeinsame Erklärung war laut dem Ko-Präsidenten der Jungsozialisten, Olivier Cano, die Feststellung, dass die in den vergangenen zwei Jahrzehnten „iwwerparteilech“ geführte Wohnungsbaupolitik nicht zum Durchbruch geführt hatte. (les)

1 Kommentare
Benni 20.10.202616:53 Uhr

Nicht nur junge Menschen,auch ältere und noch schaffende
Menschen können sich das Leben in Luxusburg kaum noch leisten,
komplettes Versagen von unseren Politbonzen, draussen nur schön
reden und auf Festen und Fotos represäntieren,das wars,
ansonsten dreimal nix.Immer mehr armseliges und erbärmliches
Getue in dieser totalen konzeptlosen Polit-Show.

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