Erstes Halbjahr 2026
Die Krise am Luxemburger Wohn-Immobilienmarkt ist nicht vorbei
Sowohl bei Häusern als auch bei sich im Bau befindenden Wohnungen liegt das Volumen der Käufe/Verkäufe weiter deutlich unter dem Niveau von vor 2022. Der Mangel an vorhandenem bezahlbarem Wohnraum wiederum treibt immer mehr Menschen in den Mietmarkt, wo die geforderten Mieten damit überdurchschnittlich stark steigen.
Ob sich die allgemeine Lage auf dem Wohnungsmarkt bald verbessern wird, darf leider bezweifelt werden AFP
„Die Normalisierung des Wohnimmobilienmarktes setzt sich weiter fort“, schreibt das Wohnungsbauministerium am Donnerstag im Rahmen der Veröffentlichung der neuen Zahlen von Statec und dem „Observatoire de l’habitat“ zu den Monaten April bis Juni 2026 hervor. für das zweite Quartal 2026. Betreffen tut dies jedoch nur die Entwicklung beim Verkaufsvolumen von bereits bestehenden Wohnungen. 1.049 Verkäufe wurden in dem Segment getätigt.
Insgesamt hat sich der Luxemburger Wohn-Immobilienmarkt immer noch nicht vom Einbruch der Verkäufe in der Krise um das Jahr 2023 erholt. Besonders deutlich wird die fehlende Normalisierung beim Blick auf das Segment der im Bau befindlichen Wohnungen (VEFA). Die Zahl der Transaktionen belief sich in den drei Monaten April bis Juni auf lediglich 225 Verkäufe. Die Aktivität bleibt also deutlich unter dem vor der Krise beobachteten Niveau, als im zweiten Quartal durchschnittlich fast 700 Verkäufe verzeichnet wurden. Das ist, mehr als drei Jahre nach Beginn der Krise, weiterhin ein stolzes Minus von 68 Prozent, wie aus der Pressemeldung hervorgeht.