Corona-Pandemie
Gesundheit der Schüler ist „keine Priorität“: Gewerkschaften kritisieren Aktionismus von Bildungsminister Meisch
Bildungsminister Claude Meisch (DP) hat sich vergangene Woche mit den Gewerkschaften des Bildungssektors getroffen. Ziel war es, gemeinsam eine Bestandsaufnahme der sanitären Krise in den Schulen zu machen. Purer Aktionismus, sagen die Gewerkschaften, denn eine konstruktive Diskussion sei nicht möglich gewesen.
Foto: dpa/Andreas Arnold
Für Patrick Arendt vom SEW/OGBL waren die Treffen, die Bildungsminister Claude Meisch (DP) mit den Gewerkschaften vergangene Woche organisiert hat, pure Symbolpolitik, die auf Druck der „Chamber“ hin geführt wurden: „Die Treffen wurden wieder sehr kurzfristig und ohne klare Tagesordnung einberufen“, sagt Arendt gegenüber dem Tageblatt. Damit bestätigt er die Beschwerde der Gewerkschaft des Bildungspersonals, das speziell im Interesse von Schülern mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen arbeitet (SPEBS), die den Bildungsminister in einer Pressemitteilung heftig kritisiert hat. „Dat hei ass keng Froestonn mam Minister; ech consultéieren Iech!“, soll Meisch der Gewerkschaft zu Beginn ihres Treffens gesagt haben.