Luxemburg

Ex-Minister Etienne Schneider und Jeannot Krecké legen umstrittene Posten nieder

Ex-Minister Etienne Schneider und Jeannot Krecké legen umstrittene Posten nieder

Foto: Editpress/Screenshot/Frank Goebel

Die ehemaligen Luxemburger Minister Etienne Schneider und Jeannot Krecké haben ihre Posten in Gremien von Firmen niedergelegt, die Verbindungen zu Russland haben. Die beiden Luxemburger waren in den vergangenen Tagen für ihre Positionen kritisiert worden, diese seien in Anbetracht des Ukraine-Kriegs anrüchig. Zunächst gab es zwar Verteidigungen vonseiten der Betroffenen – am Sonntagabend hat aber eine Assistentin Schneiders eine Erklärung an Luxemburger Medien versandt, wonach beide ihre jeweiligen Posten niederlegen.

Darin heißt es: „Trotz vieler Kritik haben Jeannot Krecké und ich bis heute Abend versucht, unserer Verantwortung in den Gremien der East-West United Bank und ihres Eigentümers, der Investmentgesellschaft Sistema, zum Wohle vieler betroffener Mitarbeiter und ihrer Familien gerecht zu werden. Wir hoffen, dass unsere Stabilisierungsbemühungen der letzten Tage Früchte tragen werden. Wir können jetzt nicht mehr tun und haben deshalb unseren Hauptaktionär heute darüber informiert, dass wir unsere Funktionen an den jeweiligen Verwaltungsrat abgeben. Wir hoffen, dass der inakzeptable und grausame Krieg bald endet und die Menschen wieder Frieden finden.“

Sowohl Jeannot Krecké als auch Etienne Schneider reagierten am Sonntagabend nicht auf kurzfristige Tageblatt-Anfragen. (Red.)

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