„Wenn einer starb, lachten unsere Entführer“

Yonas Abrahaley über seinen Weg von Eritrea an den Luxemburger Finanzplatz

Die Logement-Krise betrifft viele Menschen in Luxemburg, weiß Yonas Abrahaley. Doch Asylbewerber sind in besonderer Weise davon tangiert. Der aus Eritrea stammende Finanzexperte hat dem Tageblatt außerdem von seiner Odyssee ins Großherzogtum erzählt.

Yonas Abrahaley studiert Economics und Management in Luxemburg, nach Accounting und Finance in Eritrea.

Yonas Abrahaley ist von Eritrea quer durch Afrika geflohen – und hat schließlich in Luxemburg eine neue Heimat gefunden Foto: Editpress Hervé Montaigu

Yonas Abrahaley hat ein Anliegen, das ihn schon lange beschäftigt. Er wolle damit an die Öffentlichkeit gehen und mit Politikern darüber sprechen, sagt der 36-Jährige, der mit dem Laptop zu unserem Treffen gekommen ist. „Es gehe um etwas Grundlegendes, was viele Menschen in Luxemburg betreffe“, betont der Mann in Anzug und Krawatte, „das Recht auf eine Unterkunft. Wie wir alle wissen, gibt es in Luxemburg seit Langem eine Wohnungskrise. Diese hat viele Einwohner zutiefst frustriert. Doch ich bin fest davon überzeugt, dass sie Flüchtlinge am stärksten trifft.“

Weinende Kinder in Luxemburg

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