Krätzmilben
„Eran, eraus ... an elo?“ sieht strukturelle Probleme im Strafvollzug
Ist unter den Häftlingen im Untersuchungsgefängnis „Uerschterhaff“ in Sanem die Krätze ausgebrochen? Die Gefängnisverwaltung wiegelt ab, während die Vereinigung „Eran, eraus an elo“ ein strukturelles Problem sieht.
Aktivisten befürchten schlechte Hygienestandards, Gefängnisverwaltung wiegelt ab Editpress / Alain Rischard
Vergangene Woche wurde der Tageblatt-Redaktion die Information zuteil, dass im Sanemer Untersuchungsgefängnis die Krätze ausgebrochen sein soll. Die hygienischen Bedingungen seien schlecht, wodurch sich die ansteckende Krankheit, die sich durch Krätzmilben via Hautkontakt überträgt und starken Juckreiz auslöst, innerhalb der Gefängnismauern verbreitet habe.
Die Gefängnisverwaltung erklärt auf Tageblatt-Nachfrage jedoch, dass dem „Service médical“ nur zwei mutmaßliche Fälle bekannt seien. „Solche Fälle treten regelmäßig auf und sind mit der richtigen Behandlung effektiv therapierbar“, schreibt die Gefängnisverwaltung auf Tageblatt-Nachfrage. Dem Personal werde in solchen Fällen genau erklärt, wie es sich verhalten müsse. Eine gefängnisinterne Abteilung kümmere sich um die Behandlung ansteckender Insassen. Die Zellen der betroffenen Insassen würden den Normen entsprechend behandelt. Die Bettwäsche im Gefängnis werde alle zwei Wochen ausgetauscht. Pro zwölf Insassen stünden eine Waschmaschine und ein Trockner zur freien Verfügung.