„Schon wieder Gewalt gegen Frauen!“, denkt man bei dieser surrealen Szene: Im hauptstädtischen Fußballstadion protestiert eine Gruppe Frauen gegen einen verurteilten Gewalttäter, der sich an Frauen vergriffen hat, ein paar Security-Rabauken rücken den Demonstrierenden gewalttätig zu Leibe und entreißen ihnen Banner und Plakate. Es zeugt von bitterer Ironie, dass hier ausgerechnet Menschen, die sich gegen Gewalt erheben, mit Gewalt an ihrer Aktion gehindert werden. Unterdessen steht der visierte Gewalttäter als Nationalelfspieler auf dem Feld und tut, was er am besten kann: nachtreten. Seine Schlagkraft ist berüchtigt. Vor ihm ist kein Ball sicher.
10.06.2025