Forum von Guy Rewenig
„Only God can judge me“ – Warum wir unbedingt ein Sportmuseum brauchen
„Schon wieder Gewalt gegen Frauen!“, denkt man bei dieser surrealen Szene: Im hauptstädtischen Fußballstadion protestiert eine Gruppe Frauen gegen einen verurteilten Gewalttäter, der sich an Frauen vergriffen hat, ein paar Security-Rabauken rücken den Demonstrierenden gewalttätig zu Leibe und entreißen ihnen Banner und Plakate. Es zeugt von bitterer Ironie, dass hier ausgerechnet Menschen, die sich gegen Gewalt erheben, mit Gewalt an ihrer Aktion gehindert werden. Unterdessen steht der visierte Gewalttäter als Nationalelfspieler auf dem Feld und tut, was er am besten kann: nachtreten. Seine Schlagkraft ist berüchtigt. Vor ihm ist kein Ball sicher.
Foto: Editpress-Archiv/Julien Garroy
Indem der Nationaltrainer stur und wider bessere Einsicht am (gelegentlichen) Torschützen Rodrigues festhält, macht er sich zum Gaukler, der das Fußballpublikum täuscht, weil die Mannschaft ohnehin nicht einlöst, was der Torheld verspricht. Warum nimmt sich der Trainer kein Beispiel an der erstaunlichen Entwicklung von Paris Saint-Germain? Seit die Egozentriker Mbappé, Messi und Neymar weg sind, zeigt der PSG regelmäßig eine beeindruckende Mannschaftsleistung.