Editorial
Ein Schuss ins Knie: Warum den „Roten Löwinnen“ mit dieser Aktion nicht geholfen wurde
Die sportlichen Erfolge der Löwinnen hätten mehr Aufmerksamkeit verdient Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Die „Roten Löwinnen“ sind gefrustet. Und zwar doppelt. Erst am Donnerstag kam nämlich ein weiterer Tiefschlag hinzu. Die Mannschaft traute ihren Augen nicht, als Teile ihres internen (!) Schreibens an die Verantwortliche der Frauen-Kommission der FLF, Carine Nardecchia, in einem Artikel des Le Quotidien nachzulesen waren. Ihre Enttäuschung über die verpasste Chance des Vorstands, die Mannschaft gebührend für ihren Aufstieg in die Liga B der Nations League zu feiern, all das packten sie in die interne Botschaft für die FLF, die zu keinem Zeitpunkt für die Öffentlichkeit gedacht war. Dass diese Zeilen über Umwege in der Presse landeten und später in den sozialen Medien diskutiert worden sind, war nie der Wunsch der Spielerinnen, die sich damit bloß selbst geschadet hätten. So kann nur darüber spekuliert werden, wer diese höchst persönliche Botschaft an den Verwaltungsrat der FLF „geleakt“ hatte.