Vor 90 Jahren in Luxemburg

Als 40.000 Arbeiter die Regierung zum Einlenken brachten

Hohe Arbeitslosigkeit, Kaufkraftverlust und nicht anerkannte Gewerkschaften brachten Luxemburg Anfang der 1930er-Jahre an den Rand eines sozialen Konflikts. Die Großdemonstration vom 12. Januar 1936 zwang Politik und Arbeitgeber schließlich zum Umdenken.

Titelseite des Escher Tageblatt vom 13. Januar 1936 mit historischen Nachrichten und Zeitungsüberschrift

Ein Ausschnitt der Titelseite des Escher Tageblatt vom 13. Januar 1936 Quelle: Bibliothèque nationale du Luxembourg

Vor 90 Jahren versammelten sich 40.000 Arbeiter in der Hauptstadt auf dem Knuedler. Ihre Forderung: bessere Arbeitsbedingungen. Am Tag danach titelte das Escher Tageblatt: „Die gewaltige Demonstration vom 12. Januar 1936.“ Doch wie kam es dazu?

Die Postdoktorandin Estelle Berthereau forscht an der Universität Luxemburg im Bereich der zeitgenössischen Geschichte und hat sich insbesondere mit den sozialen Ungleichheiten in Luxemburg beschäftigt. Außerdem hat sie gemeinsam mit Historiker Denis Scuto am Buch „100 ans CSL“ mitgewirkt, das zum hundertjährigen Jubiläum der „Chambre des salariés“ (CSL) veröffentlicht wurde.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Menschenrechte

Der in Luxemburg ansässige Konzern Ternium steht weiter in der Kritik

Tuning und Regeln für alle

Was E-Scooter-Fahrer wissen müssen

Brasilien

Bolsonaro & Söhne: Der Clan schlägt zurück