Editorial
Kritische Nachfragen unerwünscht: Wenn die Regierung die Karten nicht offenlegt
Auf kritische Nachfragen von Journalisten kann Premierminister Xavier Bettel manchmal ungehalten reagieren Foto: Editpress/Julien Garroy
Was wäre die Welt der Politik doch so viel einfacher, wenn diese lästigen Journalisten nicht wären? Man tritt vor die Öffentlichkeit und kann seine Wahrheit so darstellen, dass man selbst immer im besten Licht erscheint. Vor allem: keine lästigen Nachfragen nach diesen oder jenen Fakten, die das gerade Gesagte widerlegen, anzweifeln oder zumindest kritisch dastehen lassen. Aber Luxemburg ist ja zum Glück keine Diktatur und die Pressefreiheit ist in der Verfassung verankert. Oder wie es Xavier Bettel im Februar ausdrückte: „Eine unabhängige und freie Presse ist ein fundamentaler Pfeiler der Demokratie und muss gestärkt werden.“