„Menschliches Versagen“
Tödlicher Unfall in Kletterhalle in Zolwer: 37-Jähriger stirbt nach Sturz
In einer Kletterhalle in Zolwer ist ein Mann rund sieben Meter in die Tiefe gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden.
Ein Mann ist in einer Kletterhalle in Zolwer sieben Meter in die Tiefe gestürzt und an seinen Verletzungen gestorben Foto: Editpress-Archiv/Tania Feller
Ein schwerer Unfall in der Kletterhalle „RedRock Climbing Center“ in Zolwer hat am Dienstagabend ein Todesopfer gefordert. Wie aus dem aktuellen Polizeibulletin hervorgeht, stürzte ein Kletterer kurz nach 20.00 Uhr rund sieben Meter in die Tiefe. Er wurde dabei lebensgefährlich verletzt.
Rettungskräfte versorgten den Mann zunächst vor Ort und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Dort erlag der 37-Jährige jedoch kurz nach Mitternacht seinen Verletzungen.
Einsatzkräfte des Mess- und Erkennungsdienstes nahmen noch am Unfallort Ermittlungen zum Hergang auf. Die Staatsanwaltschaft hat eine Autopsie angeordnet.
Menschlicher Fehler
„Der Unfall ist mit großer Sicherheit auf menschliches Versagen zurückzuführen“, sagte Anaïs Bourin der „Fédération Luxembourgeoise d‘Escalade, de Randonnée sportive et d‘Alpinisme“ (FLERA) auf Nachfrage vom Tageblatt. Das „RedRock Climbing Center“ verfüge über ein automatisches Sicherungssystem namens „Autobelay“. Dieses ermögliche das Klettern ohne Sicherungspartner.
Genau diese Sicherungsvorrichtung habe das Opfer genutzt, und sich wohl falsch angeseilt. Als er stürzte, habe der Klettergurt nicht gehalten. „Es gibt immer Risiken“, so Bourin – besonders auf menschlicher Ebene. Fehler könnten auch auftreten, wenn ein Partner die Sicherung überprüfe.
Die Redrock-Kletterhalle sei inzwischen wieder geöffnet.
Nicht der erste Unfall
Bereits am 5. Dezember des vergangenen Jahres war es zu einem Unfall in einer Kletterhalle gekommen. Im „ClimbX“ in Lallingen stürzte ein Kletterer beim Abseilen aus etwa drei Metern Höhe. Er landete zunächst auf den Füßen und fiel anschließend nach hinten, wobei er sich im Bereich des Ohres verletzte. Der Vorfall löste politische Diskussionen in Esch aus, und im vergangenen April beschloss die Stadt während einer Ratssitzung eine Überarbeitung des Regelwerks für das Sportzentrum. (les)