Beles

Sanem stellt neuen Schul- und Sportcampus „Chemin Rouge“ vor

Die Schulkapazitäten in Sanem reichen nicht aus. Daher hat die Kommune in einem Wettbewerb den Entwurf für die neue Schule in Beles gesucht. Am Freitag hat sie nun das Siegerprojekt vorgestellt.

Luftaufnahme des modernen neuen Campus mit grünen Flächen, Gebäuden und Wegen für nachhaltige Bildung

So soll der neue Campus aus der Luft aussehen Screenshot: STDM architectes et urbanistes

„Ein großes Projekt“: So nannte Bürgermeisterin Simone Asselborn-Bintz (LSAP) den geplanten Neubau der Schule im „Chemin Rouge“ im Beleser „Metzerlach“. Am Freitag stellte die Gemeinde Sanem zusammen mit den verantwortlichen Architekten bei einer Pressekonferenz den Entwurf des Gewinners des Wettbewerbs vor.

Der Bau soll ab 2027 in zwei Phasen ablaufen und idealerweise zur „Rentrée“ 2029 fertig sein. „Holz anfassen“, so die Bürgermeisterin. Zunächst wird die neue Schule gebaut. Die neuen Gebäude neben der vorhandenen Schule „Roude Wee“ sollen insgesamt 600 Schülern Platz bieten. Das sind etwa 260 mehr als das benachbarte Gebäude. „Die alte Schule soll weiterhin genutzt werden.“ Anschließend soll der neue Sportkomplex samt nicht für die Öffentlichkeit zugänglichem Schwimmbad entstehen.

„Es ist nicht nur diese Schule, die betroffen ist“, sagte die Bürgermeisterin, „Es werden noch andere Strukturen dazukommen – das heißt, wir sind noch nicht fertig. Irgendwann werden in Sanem 22.000 oder 23.000 Einwohner leben.“ Metzerlach wachse weiter und brauche unbedingt eine neue Schule, die alte sei zu klein. „Dort fehlt es jetzt bereits an Klassensälen.“

Die Gemeinde organisierte den Wettbewerb zusammen mit dem Ingenieurbüro Paul Wurth. In der Jury saßen eine Architektin, die Bürgermeisterin, Philippe Kloos, Direktor der Schulregion, sowie ein Vertreter der „Maison relais“. Dazu vervollständigten weitere Architekten sowie Vertreter eines Planungsbüros das Gremium. Die Jury behielt nach einer Vorauswahl vier Projekte zurück – der Entwurf von „STDM architectes urbanistes“ überzeugte am meisten.

Schule als Treffpunkt

Arnaud de Meyer von STDM stellte den Entwurf detaillierter vor. Da die Schule inmitten eines Wohngebiets entsteht, wolle seine Firma nicht zu groß bauen. „Wir wollen im Maßstab der Häuser daneben bauen“, sagte de Meyer. Daher seien größtenteils nur zwei Stockwerke geplant. Zwischen Schule und Sportkomplex entsteht zudem ein Shared Space. „Es ist nicht nur eine Schule, es ist auch ein Treffpunkt für den Austausch im Viertel.“ Wie in der Präsentation zu sehen war, ist der motorisierte Verkehr nur in ausgewählten Straßen geduldet – der Fokus liegt auf sanfter Mobilität. Das Schuldach soll mit Fotovoltaik ausgestattet sein.

Arnaud De Meyer präsentiert einen detaillierten Entwurf auf großer Leinwand bei einer Fachveranstaltung

Arnaud de Meyer präsentiert den Entwurf Foto: Editpress/Julien Garroy

Das Projekt soll 2026 im Gemeinderat gestimmt werden. Zunächst müsse sich jedoch das Architekturbüro mit den Gemeindeverantwortlichen zusammensetzen. Schöffe Steve Gierenz (LSAP), in dessen Verantwortungsbereich das Schulwesen der Kommune fällt, soll den Austausch leiten. Auf Anfrage des Tageblatt hieß es von Cliff Schmit, Leiter der Kommunikationsabteilung Sanems, man könne noch keine Details zu den zu erwartenden Kosten nennen. Auch ein Datum, wann der Gemeinderat über den finalen Entwurf abstimmt, stehe noch nicht.

Architekten betrachten modernen Schulcampus als lebendigen Treffpunkt und sozialen Mittelpunkt im Stadtviertel
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Die Architekten sehen den Schulcampus als Treffpunkt für das Viertel

© Screenshot: STDM architectes et urbanistes

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Nicht nur die Grundschüler sollen vom Campus profitieren

© Screenshot: STDM architectes et urbanistes

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Radfahrer fahren an der Schule vorbei – Teil der Vision von STDM

© Screenshot: STDM architectes et urbanistes

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Der neue Sportkomplex

© Screenshot: STDM architectes et urbanistes

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Blick auf den Sportkomplex und den Shared Space

© Screenshot: STDM architectes et urbanistes

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