Rentrée
„Pedibus“ und Fahrrad-Parcours: Sicher zur Schule in Ettelbrück
Pünktlich zur „Rentrée“ sorgt die Stadt Ettelbrück mit neuen Angeboten und Umbauten für mehr Sicherheit auf dem Schulweg.
Neben der „Däichhal“ in Ettelbrück ist ein Verkehrsgarten entstanden Foto: Editpress/Lisa Goedert
Begleiteter Schulweg, breitere Gehwege und Verkehrstraining für junge Radfahrer: Für die Rentrée 2026 hat die Stadt Ettelbrück mehrere neue Angebote am Start, die für mehr Sicherheit im Alltag der Kinder sorgen.
„Pedibus“ in Ettelbrück
Zum Schulstart setzen viele Gemeinden in Luxemburg erneut auf das Konzept des „Pedibus“. Der „Schulbus zu Fuß“ bringt Grundschulkinder sicher, kostenlos und umweltfreundlich zur Schule – ab jetzt auch erstmals in Ettelbrück auf einer Strecke von ca. einem Kilometer.
Genau wie ein Linienbus, steuert der „Pedibus“ nacheinander mehrere Haltestellen in der rue de Warken an. Begleitet von mindestens einem Erwachsenen, gehen die Kinder in der Gruppe zu Fuß zur Schule an der place Marie-Thérèse. Gleiches gilt für den Rückweg. Wichtig: Wer sein Kind für den „Pedibus“ anmeldet, ist nicht verpflichtet, es jeden Tag mitzuschicken – der Service kann nach der Registrierung spontan nach Bedarf genutzt werden.

Die Ettelbrücker Primärschule an der place Marie-Thérèse hat jetzt eine „Pedibus“-Haltestelle Foto: Ville d'Ettelbruck
Das „Pedibus“-Projekt verfolgt gleich mehrere Ziele: Es entschärft das gefährliche Verkehrschaos durch Elterntaxis vor den Schulgebäuden und entlastet die Umwelt. Zudem fördert der tägliche Fußmarsch die Gesundheit und bringt Bewegung in den Alltag der Kinder. Nebenbei lernen die Schüler das richtige Verhalten im Straßenverkehr und knüpfen Kontakte in der Nachbarschaft.
Breitere Gehwege
In Ettelbrück gibt es drei Primärschulen, auf die sich mehr als 800 Schüler verteilen. Viele davon besuchen den Unterricht im großen Gebäudekomplex an der place Marie-Thérèse. Dieser befindet sich nur rund 200 Meter vom berüchtigten Stau-Kreisverkehr am Ortseingang hinter einer schwer einsehbaren Kurve. Obwohl es eine Unterführung gibt, bleibt die Stelle durch das hohe Verkehrsaufkommen zum Schulbeginn eine Gefahrenstelle. Um diese sicherer zu gestalten, wurden ab Ende August Plätze in der rue du Canal zugunsten eines deutlich breiteren Gehweges entfernt.

Der Gehweg in der rue du Canal ist jetzt deutlich breiter Foto: Editpress/Lisa Goedert
Neuer „Verkéiersgaart“
Für Kinder, die demnächst selbstständig mit dem Fahrrad zur Schule möchten, wird es zudem zeitnah eine Trainingsmöglichkeit geben. Über die Sommermonate wurde neben der „Däichhal“ ein Übungsplatz mit breiten Straßen, Verkehrszeichen und einem Kreisel gebaut. Aktuell ist er noch eingezäunt – die offizielle Eröffnung ist laut Stadtverwaltung zum Ende des Monats vorgesehen.
Im neuen „Verkéiersgaart“ kann das richtige Verhalten im Straßenverkehr unter sicheren Bedingungen erlernt werden. Der Park richte sich in erster Linie an Klassen der Grundschule und an die „Maison relais“. Außerhalb der Schulzeiten wird er auch für Familien zugänglich sein.