Luxemburg

Neue Rückrufe bei Babymilch: Zahl der betroffenen Produkte steigt auf 35

Die Zahl der Babymilchrückrufe steigt erneut: Drei weitere Produkte könnten mit hitzebeständigem Bakterium Cereulid verunreinigt sein.

35 Babynahrungsprodukte mit möglicher Cereulid-Kontamination, Warnung vor gesundheitlichen Risiken für Säuglinge

Insgesamt 35 Babynahrungsprodukte sind von einer mäglichen Cereulid-Kontamination betroffen Symbolfoto: Freepik/fabrikasimf

Die Babymilchrückrufe nehmen kein Ende. Nachdem die Veterinär- und Lebensmittelbehörde (ALVA) am Montag vor einer möglichen Cereulid-Kontamination des Produkts Aptamil Pronutra 1 (800 g) gewarnt hatte, folgen drei weitere Produkte. Damit steigt die Gesamtzahl der kontaminierten Produkte auf 35.

Betroffen ist unter anderem NAN Optipro 1 (0-6 Monate) der Marke Nestlé (800 g) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.12.2027 und den Chargennummern 53380346AA und 53370346AA. Dazu kommt die Säuglingsmilch der 1. Altersstufe der Marke Popote (800 g) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 9.9.2027 und der Chargennummer 910077 sowie die Säuglingsanfangsnahrung auf Ziegenmilchbasis CAPREA 1 der Marke Babybio (800 g) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28.7.2027 und der Chargennummer 899014. Es besteht die Warnstufe Orange, was einer „mittleren Gefahr“ entspricht.

Neue Rückrufe bei Babymilch: Zahl der betroffenen Produkte steigt auf 35
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© Foto: LU-Alert

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Seit Anfang Januar haben Hersteller wie Nestlé, Danone und der französische Konzern Lactalis Babymilch in Dutzenden Ländern wegen der möglichen Verunreinigung mit Cereulid zurückrufen müssen. Cereulid ist ein hitzebeständiges Bakterium, das normale Kochtemperaturen überleben kann. Es besteht der Verdacht, dass eine in China hergestellte Substanz, die die für Säuglinge wichtige Arachidonsäure enthält, für die Verunreinigung verantwortlich sein könnte.

Bacillus cereus

Bacillus cereus kann Lebensmittelvergiftungen auslösen, deren Symptome von der Art des Toxins abhängen. Das Bakterium ist hitzebeständig und kann normale Kochtemperaturen überleben. Typische Beschwerden treten in zwei Formen auf:

  • Brechreiz, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und manchmal leichter Durchfall, meist 30 Minuten bis 6 Stunden nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel;
  • Wässriger Durchfall, Bauchkrämpfe und seltener Übelkeit, meist 6 bis 24 Stunden nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel.

Erbrechen und Durchfall könnten zu einer schnellen Dehydrierung führen, was für Säuglinge besonders gefährlich sein kann. Betroffene sollen bei Symptomen umgehend einen Arzt aufsuchen, dem sie den Verzehr des Produktes melden.

1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 03.02.202614:41 Uhr

Es ist doch bemerkenswert, dass bei Babynahrung so vieles nicht in Ordnung zu sein scheint...und jetzt erst scheint das bemerkt zu werden. Das wirft doch Fragen auf in Sachen Gesundheit und Kontrolle der Lebensmittel...

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