Nummer 32 seit Januar

ALVA ruft ein weiteres Babymilch-Produkt zurück

Löffel mit weißem Baby-Milchpulver zum Zubereiten von Säuglingsnahrung

Ein Löffel mit Baby-Milchpulver Foto: Armin Weigel/dpa

Die Serie an Babymilchrückrufen setzt sich weiter fort. Die luxemburgische Veterinär- und Lebensmittelbehörde (ALVA) warnt am Montag vor einer möglichen Cereulid-Kontamination des Produkts Aptamil Pronutra 1 (800 g). Dabei handelt es sich um ein Toxin, das von dem Mikroorganismus Bacillus cereus, das normale Kochtemperaturen überleben kann, produziert wird. Das Milchpulver wurde in diversen Verkaufsstellen in Luxemburg vertrieben und trägt das Mindesthaltbarkeitsdatum vom 10.11.2026.

Bacillus cereus

Bacillus cereus kann Lebensmittelvergiftungen auslösen, deren Symptome von der Art des Toxins abhängen. Das Bakterium ist hitzebeständig und kann normale Kochtemperaturen überleben. Typische Beschwerden treten in zwei Formen auf:

Brechreiz, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und manchmal leichter Durchfall, meist 30 Minuten bis sechs Stunden nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel; Wässriger Durchfall, Bauchkrämpfe und seltener Übelkeit, meist sechs bis 24 Stunden nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel.

Bisher keine erkrankten Babys

Diese Packung wurde wegen möglicher Cereulid-Kontamination zurückgerufen

Diese Packung wurde wegen möglicher Cereulid-Kontamination zurückgerufen Screenshot: Portail de la Sécurité alimentaire

Seit Anfang Januar haben Hersteller wie Nestlé, Danone und der französische Konzern Lactalis Babymilch in Dutzenden Ländern wegen der möglichen Verunreinigung mit Cereulid zurückrufen müssen. Mit dem Neuzugang summieren sich die Rückrufe nun bereits auf insgesamt 32 Produkte. Es besteht der Verdacht, dass eine in China hergestellte Substanz, die die für Säuglinge wichtige Arachidonsäure enthält, für die Verunreinigung verantwortlich sein könnte.

Der letzte Rückruf erfolgte vergangenen Donnerstag. Damals waren der Gesundheitsbehörde noch keine Fälle von erkrankten Babys bekannt. Erbrechen und Durchfall könnten jedoch zu einer schnellen Dehydrierung führen, was für Säuglinge besonders gefährlich sein kann. Betroffene sollen bei Symptomen umgehend einen Arzt aufsuchen, dem sie den Verzehr des Produktes melden.

Die luxemburgische Veterinär- und Lebensmittelbehörde (ALVA) empfiehlt zudem, Rückrufe über das Portal für Lebensmittelsicherheit zu prüfen. Informationen würden dort regelmäßig aktualisiert und zusätzlich über LU-Alert veröffentlicht. Auch ausländische Rückrufsysteme informieren über betroffene Produkte. Betroffene können diese über die entsprechenden nationalen Systeme verfolgen.

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