Nach Einbruch in Hollerich

Stadt Luxemburg setzt Sicherheitsdienste auf Friedhöfen ein

Unbekannte verschafften sich Ende Juni Zugang zum Friedhof in Hollerich und stahlen von 108 Gräbern Kreuze sowie weitere Metallobjekte. Nun kommen auf den Ruhestätten der Hauptstadt zwei Sicherheitsfirmen zum Einsatz.

Von 108 Gräbern wurden Ende Juni in Hollerich unter anderem Kreuze aus Metall gestohlen

Von 108 Gräbern wurden Ende Juni in Hollerich unter anderem Kreuze aus Metall gestohlen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Wachpersonal von Sicherheitsfirmen patrouilliert schon länger durch die Straßen der Hauptstadt und wurde nach einem brutalen Überfall im Bonneweger Park Kaltreis auch dort eingesetzt. Nun ist es zudem auf den Friedhöfen in Luxemburg-Stadt unterwegs, wie die Pressestelle der Stadt Luxemburg am Montag mitteilt. Ende Juni wurde auf dem Friedhof in Hollerich nämlich eingebrochen: Dabei wurden 108 Gräber beschädigt sowie Grabkreuze und weitere Metallobjekte gestohlen.

Darauf reagiert die Stadt nun mit dem Einsatz von zwei Sicherheitsfirmen – kurzfristig. Denn, wie es von der Pressestelle der Gemeinde auf Nachfrage zur Sicherung der Friedhöfe heißt: „Ja, es sind Anpassungen vorgesehen. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch zu früh, Details dazu zu nennen.“ Die Stadt verweist darauf, dass die 14 Ruhestätten in den einzelnen Vierteln nachts abgesperrt sind. Genau in dieser Zeit sollen jetzt Sicherheitsfirmen dort patrouillieren.

Ermittlungen laufen

Im Fall von Hollerich dauern die polizeilichen Ermittlungen laut Gemeinde an. Der Staatsanwaltschaft liegt bislang weder dazu noch zum jüngsten Vorfall in Bettemburg eine Anzeige vor. Dort hatten Unbekannte Anfang August Kreuze und Jesusfiguren von 67 Gräbern gestohlen. Die Pressestelle der Justiz weist jedoch darauf hin, dass zwischen der Anzeigenerstattung und dem Eingang bei der Staatsanwaltschaft einige Zeit vergehen kann.

Mitte Juli hatte die Stadt Luxemburg mitgeteilt, Anzeige erstattet zu haben. Auch die Gemeinde Bettemburg gab vor einigen Tagen an, Anzeige gegen Unbekannt eingereicht zu haben. Bürgermeister Jean-Marie Jans (CSV) verwies zu dem Zeitpunkt auf eine Mauer rund um den Bettemburger Friedhof, die den Zugang dazu erschwere. Er kündigte an: „Wir werden prüfen, welche zusätzlichen Maßnahmen infrage kommen könnten.“

Eine Nachfrage zu den Vorfällen in Luxemburg-Stadt und in Bettemburg bei der Polizei wurde bislang noch nicht beantwortet. Die Stadt Luxemburg informiert allerdings noch darüber, dass Betroffene selbst für die entstandenen Schäden aufkommen müssen, „außer sie hätten das Monument versichert“.

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