Waldbrand im Hohen Venn

Gute Luft in Sicht: Günstige Wetterlage bringt Entlastung für Luxemburg

Nach den Großflächenbränden im belgischen Hohen Venn, wo es am Mittwoch ergiebig geregnet hat, entspannt sich die Lage auch in Luxemburg weiter. Die „Cellule d’évaluation interministérielle“ meldet niedrige Feinstaubwerte und günstige Wetterprognosen.

Durch die Waldbrände im Hohen Venn zogen auch über Luxemburg dichtere Rauchwolken

Durch die Waldbrände im Hohen Venn zogen auch über Luxemburg dichtere Rauchwolken Foto: Julien Warnand/dpa

Luxemburg kann aufatmen: Nach den verheerenden Waldbränden im belgischen Hohen Venn, die auch im Großherzogtum für Rauch und Feinstaub gesorgt hatten, meldet die „Cellule d’évaluation interministérielle“ positive Aussichten. Eine neue Bestandsaufnahme habe eine positive Entwicklung für Luxemburg ergeben, heißt es am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Die Feinstaubwerte seien niedrig und stabil, zudem würden günstige Wetterbedingungen erwartet.

Wind soll Feinstaub fernhalten

Laut den Wetterprognosen dreht der Wind im Laufe des Samstags auf Nord und bleibt bis einschließlich Sonntag aus dieser Richtung. Ab Montag wird Ostwind erwartet, der den Feinstaubtransport nach Luxemburg – und damit seine Auswirkungen auf die Luftqualität – deutlich verringern dürfte.

Die Feinstaubwerte für PM10 und PM2,5 liegen laut der Evaluationszelle derzeit auf einem niedrigen und stabilen Niveau. Hinweise auf eine deutliche Verschlechterung der Luftqualität gebe es nicht. Die Werte sollen dennoch weiter aufmerksam überwacht werden. Nach dem Waldbrand wurden laut Pressemitteilung im Norden Luxemburgs zusätzliche Messkampagnen durchgeführt und drei weitere Messstationen für PM10 und PM2,5 eingerichtet. Die vorläufigen Ergebnisse und aktuellen Stundenwerte sind auf www.emwelt.lu abrufbar.

Behörden bewerten Lage als günstig

Die „Cellule“ schätzt die Lage im Großherzogtum nach aktuellem Kenntnisstand als günstig ein. Sollte dennoch lokal Rauch oder Rauchgeruch auftreten, gelten weiterhin die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen. Dazu gehören insbesondere geschlossene Fenster und Türen sowie eine möglichst geringe Rauchexposition. (les)

Verhaltenstipps für die Bevölkerung

Bei Rauch- oder Geruchsbelästigung raten die Behörden dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten, den Aufenthalt im Freien zu beschränken und längere körperliche Aktivitäten im Freien zu meiden. Auch arbeitsbedingte schwere körperliche Anstrengungen sollten bei starker Belastung reduziert und Lüftungsanlagen mit Außenluftzufuhr vorübergehend abgeschaltet werden. Bei starker Hitze in Wohnräumen wird regelmäßiges Trinken empfohlen. Gelüftet werden soll erst, wenn sich die Außenbedingungen bessern.

Erhöhte Vorsicht gilt für gefährdete Personengruppen wie Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Symptomen oder Atembeschwerden sollten Betroffene ihren behandelnden Arzt kontaktieren. (dr)

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