Brände im Hohen Venn

Feinstaubbelastung in Luxemburg: Wind sorgt ab Dienstag für Besserung

Dicke Luft über Luxemburg: Der Moorbrand im Hohen Venn hinterlässt auch noch am Montag eine spürbare Feinstaub- und Rauchbelastung. Ab Dienstag ist Entlastung in Sicht, teilt die „Cellule d’évaluation interministérielle“ mit.

Feuerwehrleute im Einsatz beim Großbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn

Feuerwehrleute im Einsatz beim Großbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn Foto: dpa

Der Brand im Hohen Venn in Ostbelgien sorgt vielerorts in Luxemburg auch noch am Montag für Rauch und Feinstaubbelastung. Die „Cellule d’évaluation interministérielle“ hält deswegen ihre Empfehlung weiter aufrecht, wie sie am Montagnachmittag mitteilt. Ab Dienstag ist Besserung in Sicht.

Der Alarmschwellenwert für Feinstaub mit einem maximalen Durchmesser von zehn Mikrometern wurde am Montag in Luxemburg überschritten. Dieser liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Ab dann herrscht ein Gesundheitsrisiko für gefährdete Personen. Im Ausland wurde laut der „Cellule d’évaluation interministérielle“ bereits am Samstag diese Schwelle überschritten. Im Großherzogtum stiegen die Konzentrationen im Laufe des Sonntagabends an und erhöhten sich am Montag.

Besserung ab Dienstag

Die „Cellule d’évaluation interministérielle“ erwartet eine schrittweise Abnahme der Feinstaubwerte ab Dienstag. Lokal bestehe allerdings weiterhin das Risiko, dass der Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten werde.

Verantwortlich für die erhoffte Besserung ist die Wetterlage. Laut den meteorologischen Prognosen kommt der Wind ab Dienstagmorgen deutlich aus Nordwest bis West. Im Anschluss verlagert sich die Strömung und kommt aus West bis Südwest – eine Wetterlage, die mindestens bis einschließlich Donnerstag anhalten soll.

Durch diese Drehung dürften sich die Rauchschwaden besser verteilen und die Belastung auf luxemburgischem Staatsgebiet schrittweise sinken, schreibt die „Cellule“. Dennoch können in den kommenden Tagen lokal weiterhin Brandgeruch oder Rauchspuren auftreten.

Verhaltenstipps für die Bevölkerung

Bei Rauch- oder Geruchsbelästigung raten die Behörden dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten, den Aufenthalt im Freien zu beschränken und längere körperliche Aktivitäten im Freien zu meiden. Auch arbeitsbedingte schwere körperliche Anstrengungen sollten bei starker Belastung reduziert und Lüftungsanlagen mit Außenluftzufuhr vorübergehend abgeschaltet werden. Bei starker Hitze in Wohnräumen wird regelmäßiges Trinken empfohlen. Gelüftet werden soll erst, wenn sich die Außenbedingungen bessern.

Erhöhte Vorsicht gilt für gefährdete Personengruppen wie Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Symptomen oder Atembeschwerden sollten Betroffene ihren behandelnden Arzt kontaktieren.

Aktuelle stündliche Messdaten stellt die Umweltverwaltung auf ihrer Internetseite sowie über die mobile App „Meng Loft“ bereit. (dr)

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