Landwirtschaft
Das erwartet Besucher auf der Foire Agricole in Ettelbrück
Vom 3. bis 5. Juli werden die „Däichwisen“ wieder zum Hotspot des Luxemburger Agrarsektors. Was Familien und Fachpublikum in Ettelbrück erwartet und wieso die Foire Agricole heute so viel mehr ist als eine „Bauerefoire“.
Sogar Rettungskräfte haben Kontaktpunkte zur Landwirtschaft: Das CGDIS muss regelmäßig Kühe aus Wasser oder Schlamm bergen Foto: Editpress/Georges Noesen
Fesseln, am Teleskoplader fixieren und hochheben: Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) half den Einsatzkräften des CGDIS am Donnerstagmittag in Ettelbrück dabei, eine lebensgroße Plastikkuh zu retten. Diese Trockenübung einer Großviehbergung fand im Rahmen der Pressekonferenz zur Foire Agricole (FAE) statt und bringt ein zentrales Thema der anstehenden Großveranstaltung auf den Punkt: Es gibt unzählige Berufsbilder im Bereich der Landwirtschaft.
3.000 Schüler besuchen Foire Agricole
Eine Rekordzahl von 380 Ausstellern wird diese dem Publikum näherbringen, allein für den 3. Juli haben sich rund 3.000 Schüler angekündigt. Doch nicht nur dem Nachwuchs sollen neue Perspektiven eröffnet werden: Unter dem Motto „[re]connect“ setzt Luxemburgs größte Freiluftmesse auf einen nachhaltigen Lerneffekt. Das Ziel: die oft entkoppelte Beziehung zwischen Konsumenten und Produzenten durch direkten Dialog und Aufklärung neu beleben.
In über 70 interaktiven Workshops und Stationen wird Landwirtschaft greifbar gemacht – von Wertschöpfungsketten der Nahrungsmittel über Umweltschutz bis hin zu Ansprüchen der Mechatronik. Besucher erfahren aus erster Hand, wie Züchter, Winzer und die nächste Generation der Agronomen arbeiten.

Landwirtschaftsministerin Martine Hansen, der Ettelbrücker Bürgermeister Bob Steichen (r.) und Tom Delles (l.), Direktor des „Lycée technique agricole“ Foto: Editpress/Georges Noesen
Neues Konzept für Tier-Shows
Ein neues Zeltkonzept mit zentralem Vorführungsring rückt zudem die Tierhaltung in den Fokus. Im „Déirering“ finden das gesamte Wochenende über Vorführungen von Kleintieren sowie Ziegen und Eseln statt. Die Rinder- und Schweinezüchter haben im Convis-Ring ihre eigene Arena, wo sonntags auch die Krönung der „Miss FAE“ stattfindet. Ein Wettbewerb von vielen, bei dem das schönste und beste Tier ausgezeichnet wird – im Falle der „Miss FAE“ eine Rassekuh und ihr Junges.
FAE geht mit Pferdewettbewerb in die Verlängerung
Die Pferdewirte bilden ein eigenes „Päerds-Duerf“ am gegenüberliegenden Ufer der Alzette. Da die Ausstellungsfläche von 9,6 Hektar in den Deichwiesen dennoch zu „klein“ ist, um das gesamte Spektrum abzubilden, geht die Foire Agricole mit dem neuen Event „Route des châteaux“ sozusagen in die Verlängerung. Vom 14. bis 19. Juli stehen Zugpferde im Mittelpunkt, messen sich in verschiedenen Disziplinen und bewältigen eine Orientierungsfahrt durch die Ardennen.
Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt auch hierbei die „Nordstad“-Metropole Ettelbrück: „Mir ware, sinn a bleiwen d’Bauerestad – dozou sti mir voll a ganz“, betont der Ettelbrücker Bürgermeister Bob Steichen (LSAP) stolz.
Infos und Programm: fae.lu