Dritter „Landwirtschaftsdësch“

Regierung und Bauern sind sich einig: Kontinuität statt „alles op d’Kopp haen“

In Grevenmacher tauscht sich Landwirtschaftsministerin Martine Hansen (CSV) mit Vertretern des Sektors aus, um das neue Agrargesetz vorzubereiten. Dabei sind sich alle Seiten einig: Das Rad muss nicht neu erfunden werden.

Ministerin Martine Hansen im Gespräch mit Christian Hahn, Präsident der Landwirtschaftskammer, vor Beginn der Agrar-Gespräche

Ministerin Martine Hansen (r.) unterhält sich vor Beginn der Gespräche mit Christian Hahn, Präsident der Landwirtschaftskammer Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Martine Hansen ist früh dran. Im Gegensatz zu so manch anderem Ministerkollegen, der mit der Umsetzung einer europäischen Vorgabe in nationales Recht betraut ist. Die Landwirtschaftsministerin hat am Freitag zum dritten „Landwirtschaftsdësch“ nach Grevenmacher eingeladen, um mit den Vertretern des Sektors über das neue luxemburgische Agrargesetz zu sprechen. Bis 2028, so die EU-Vorgabe, muss dieses Gesetz stehen. Weshalb die Ministerin lieber schon im Frühjahr 2026 in die Vorbereitung geht.

Noch sei auf europäischer Ebene zwar einiges unklar, sagt Hansen am Freitagnachmittag bei der abschließenden Pressekonferenz, „es ist aber nicht zu früh“. Vor allem wenn man bedenke, dass der durchschnittliche Gesetzgebungsprozess etwa ein Jahr in Anspruch nehme, so die Ministerin. Und auch, wenn man die unterschiedlichen Herausforderungen ins Auge fasst, mit denen sich das Ministerium und die Vertreter der luxemburgischen Bauern und Winzer konfrontiert sehen. Zum einen sei der europäische Rahmen komplizierter als früher, sagt Hansen. Zum anderen gibt es weniger Geld. Denn die EU hat das Subventionsbudget für die Landwirtschaft gekürzt. „Die Anforderungen werden nicht weniger“, sagt die Ministerin, „aber das Geld, das wir zur Verfügung haben, schon.“

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