Stausee

Blaualgen-Befall führt zu Badeverbot in Burfelt und Rommwiss

Das Wasserwirtschaftsamt hat für die Strände Burfelt und Rommwiss am Stausee mit sofortiger Wirkung ein Badeverbot verhängt. Ursache ist die giftige Blaualgen-Blüte.

Schwimmen ist grad nicht: Blaualgen vermiesen bei hochsommerlichen Temperaturen den Badespaß

Schwimmen ist grad nicht: Blaualgen vermiesen bei hochsommerlichen Temperaturen den Badespaß Foto: Editpress/Alain Rischard

Die Wasserverwaltung hat mit sofortiger Wirkung ein Badeverbot für die Strände Burfelt und Rommwiss am Stausee verhängt, wie sie am Dienstag mitteilte. Grund dafür ist eine Massenentwicklung von Cyanobakterien – auch als Blaualgen bekannt.

Risiken für Gesundheit und Tiere

Cyanobakterien produzieren Toxine, die ziemlich unfreundlich zu Mensch und Tier sind. Sie können Hautreizungen, Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen. Die Behörden raten auch dringend davon ab, Hunde oder andere Tiere aus dem See trinken zu lassen. Auch auf Wassersport und Fischerei sollte verzichtet werden.

An den übrigen Stränden des Stausees – Fuussefeld, Insenborn, Liefrange und Lultzhausen – bleibt das Baden vorerst erlaubt. Aufgrund des Risikos einer weiteren Blaualgen-Ausbreitung befinden sich diese Abschnitte jedoch in einer Vorsichtsphase.

Versorgung mit Trinkwasser gesichert

Für die Trinkwasserversorgung besteht keine Gefahr. Das Wasser wird dafür am Staudamm in einer Tiefe von etwa 25 Metern entnommen, wo die Bakterienkonzentration sehr gering ist. Das Aufbereitungssystem erledigt dann den Rest.

Ursachen der Massenentwicklung

Cyanobakterien benötigen Licht, Wärme und Nährstoffe zur Entfaltung. In Luxemburg treten sie vor allem zwischen August und Oktober in ruhigen, nährstoffreichen Gewässern wie Seen, Weihern oder der Mosel auf. Hauptursache ist ein übermäßiger Eintrag von Nährstoffen, insbesondere Phosphor, der unter anderem aus der Viehhaltung, Düngemitteln, Kompost, Klärschlamm sowie unzureichend geklärtem Abwasser stammt.

Wer überprüfen will, wie es um die Badestellen steht, kann sich auf der Website der Wasserverwaltung informieren. Im oberen Weiswampacher See gilt ebenfalls ein Badeverbot. An den anderen Badeseen Luxemburgs, etwa in Echternach, am unteren See in Weiswampach und in Remerschen, steht dem Badespaß derzeit nichts im Weg. (dr)

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