Jahresbilanz
Luxemburger Kirche schreibt schwarze Zahlen
Die Luxemburger Kirche schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn ab. Welche Gründe das hat und wie sich die Zahl der Austritte entwickelt.
Finanziell lief das vergangene Jahr für die Luxemburger Kirche nach Plan Symbolbild: Bernd Weißbrod/dpa
Thronwechsel, die Wahl von Papst Leo XIV. und der Tod des langjährigen Generalvikars Mathias Schiltz – das Erzbistum blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Nun hat die Luxemburger Kirche ihren Jahresbericht veröffentlicht.
Finanziell verlief das Geschäftsjahr nach den Vorstellungen des Erzbistums: Insgesamt konnte laut Bericht ein Gewinn von 2,37 Millionen Euro erwirtschaftet werden.
Die Bilanzsumme belief sich demnach zum 31. Dezember 2025 auf 180,4 Millionen Euro – darunter 145,8 Millionen Euro Eigenkapital. Ein Teil des Gewinns stamme aus dem Verkauf von Baugrundstücken und einer „außerordentlichen Spende“, so das Bistum. Woher diese Spende stammt, geht aus den Angaben des Bistums jedoch nicht hervor.
Erzbistum erwartet ein Minus im Geschäftsjahr 2026
Vor allem sei der Überschuss aber einem Anstieg der Betriebserträge zuzurechnen. Die Nettoinvestitionen beliefen sich laut Bistum auf 3,72 Millionen Euro. Gleichzeitig sei die Summe aus Finanzanlagen und liquiden Mitteln stabil geblieben. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Bistum einen Rückgang der Betriebserträge. Das Geschäftsjahr 2024 hatte das Erzbistum mit einem Defizit von 5,46 Millionen abgeschlossen.
Das Luxemburger Erzbistum beschäftigte laut Bericht nach eigenen Angaben am Stichtag, dem 31. Dezember 2025, 231 Personen. Darunter seien 150 Geistliche, 58 Privatbeschäftigte und 23 fest angestellte Katecheten. Von den aktiven Geistlichen des Erzbistums würden 68 Prozent noch unter das frühere Beschäftigungsstatut, das vor der Kirchenstaatsreform von 2015 galt, fallen. Die übrigen 32 Prozent sind dem Bericht zufolge nach privatem Arbeitsrecht angestellt.
Sorgen dürfte der Luxemburger Kirche der kontinuierliche Rückgang bei den Taufen machen. Laut Bericht wurden im vergangenen Jahr 1.371 Gläubige getauft – rund 575 weniger als 2022. Die Zahl der Kommunionen (2025: 764) blieb größtenteils unverändert gegenüber den Vorjahren. Bei den Konfirmationen ist sogar ein leichter Aufwärtstrend erkennbar. Die Zahl der Kirchenaustritte lag dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr bei 213 – und damit unter dem Durchschnitt der Vorjahre. (tis)