Badegewässer
Badeverbot in Weiswampach: Blaualgen im oberen See entdeckt
Im oberen Weiswampacher See gilt ab sofort ein Badeverbot. Grund sind Blaualgen, die bei einer Kontrolle des Gewässers nachgewiesen wurden. Im unteren See bleibt das Baden weiterhin erlaubt.
Derzeit gilt ein Badeverbot im oberen Weiswampacher See. Grund sind Blaualgen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Im oberen Weiswampacher See gilt ab sofort ein Badeverbot. Bei einer Kontrolle der Badegewässer wurde am Dienstag, 28. Juli, eine starke Vermehrung von Cyanobakterien festgestellt. Die Analysen ergaben zudem den Nachweis von Giftstoffen oberhalb des geltenden Schwellenwerts, teilt das Wasserwirtschaftsamt am Dienstag mit.
Blaualgen im oberen See nachgewiesen
Konkret wurde die Cyanobakterienart Microcystis aeruginosa festgestellt. Wegen der möglichen gesundheitlichen Risiken wurde das Baden im oberen Weiswampacher See mit sofortiger Wirkung untersagt. Grundlage ist die geltende Regelung zum Schutz und zur Überwachung der Badegewässer.
Cyanobakterien werden häufig als Blaualgen bezeichnet. Einige Arten können Giftstoffe produzieren, die für Menschen, Wasser-, Haus- und Nutztiere gesundheitsschädlich sein können. Beschwerden können nach Hautkontakt, dem Verschlucken oder dem Einatmen von belastetem Wasser auftreten. Möglich sind beispielsweise Kopfschmerzen, Hautreizungen oder -verbrennungen sowie Übelkeit.
Wer nach dem Baden gesundheitliche Beschwerden feststellt, sollte sich an seinen Hausarzt wenden und auf einen möglichen Kontakt mit giftigen Cyanobakterien hinweisen.
Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten
Das Wasserwirtschaftsamt empfiehlt zudem für Gewässer, in denen eine starke Vermehrung von Cyanobakterien festgestellt wurde, jeden Kontakt mit dem Wasser zu meiden. Auch Wassersport sollte vermieden werden. Hunde und andere Haustiere sollten nicht aus dem See trinken.
Auch Angler sollten besondere Vorsicht walten lassen. Sie sollten den Kontakt mit Fischen vermeiden und gefangene Fische nicht verzehren. Wenn sichtbare Ansammlungen von Blaualgen auftreten, wird empfohlen, auf das Angeln zu verzichten.
Das Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST) überwacht im Auftrag der Behörden die Entwicklung der Cyanobakterien in den offiziellen Badegewässern. Die bei der Kontrolle am Dienstag festgestellten starken Blüten wurden im Rahmen dieser Überwachung entdeckt.
Beobachtungen von Blaualgen können in Luxemburg über die App „Bloomin’Algae“ gemeldet werden. Eine Übersicht der Meldungen ist zudem auf cyanowatch.lu verfügbar.
Baden im unteren See weiterhin erlaubt
Am unteren See in Weiswampach bleibt das Baden derzeit erlaubt. Informationen darüber, welche offiziellen Badestellen geöffnet oder geschlossen sind, werden auf der Internetseite der Wasserwirtschaftsverwaltung aktualisiert. (DJ)