Umweltziel der Hauptstadt
Bis 2030 sollen 30.000 zusätzliche Bäume gepflanzt werden
Bei der Presseveranstaltung im Rathaus stellte die Stadt ein neues Online-Tool zur Verfolgung von Baumpflanzungen vor. Außerdem ging es um Bevölkerungszahlen, Pop-up-Konzepte für LUGA-Überbleibsel und um die Zukunft der „Luxembourg Pride“.
Schöffe Maurice Bauer (CSV) und Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) beim „City Breakfast“ Foto: Editpress/Georges Sold
Im Rathaus der Hauptstadt fand am Mittwochmorgen die monatliche Pressekonferenz „City Breakfast“ statt. Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) und Schöffe Maurice Bauer (CSV) stellten unter anderem die aktuellen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung sowie eine digitale, interaktive Karte zur Verfolgung neu gepflanzter Bäume vor. Sie riefen außerdem zu Kandidaturen für den Pop-up-Laden im ehemaligen „LUGA Science Hub“ auf. Die Meldungen im Einzelnen:
Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 168 Nationalitäten und 137.696 Einwohner. Das entspricht einem Zuwachs von 1.488 im Vergleich zum Vorjahr. Mit Blick auf die nationalen Migrationszahlen fällt auf, dass die Hauptstadt für Luxemburger eher unattraktiv ist – zumindest in Bezug auf die Wahl des Wohnorts: Im Jahr 2025 zogen 4.798 Personen aus anderen Kommunen nach Luxemburg, derweil verließen 8.377 Bewohner die Stadt, um in eine andere Gemeinde umzuziehen.
Ein weiteres Thema betraf das Vorhaben der Stadt, verstärkt in die Umwelt zu investieren. Laut dem Ersten Schöffen Maurice Bauer zählte die Hauptstadt im Jahr 2023 etwa 22.500 Bäume im öffentlichen Raum. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in der gesamten Stadt bis 2030 30.000 Bäume hinzuzufügen“, sagte Bauer. Er stellte diesbezüglich ein neues Online-Tool (30000.vdl.lu) vor, mit dem der Fortschritt der Pflanzung der Bäume auf einer interaktiven Karte verfolgt werden kann.
Die Zukunft der LUGA-Konstruktionen
Bauer verwies zudem auf die Initiative zur Bürgerbeteiligung während der Gartenausstellung „Luxembourg Urban Garden“ (LUGA) des Vorjahres. 10.000 Setzlinge konnten von Passanten mitgenommen werden. Diese konnten über ein Formular angeben, wo sie die Bäume pflanzten. Übrig gebliebene Setzlinge wurden von der Stadt selbst verteilt. Im Juli 2025 pflanzten davon etwa Kinder des Schülerhorts Eich einen Mini-Wald nahe dem Friedhof von Weimerskirch.
Nach Abschluss der LUGA stand die Frage im Raum, was aus den speziell für die Gartenschau gefertigten Konstruktionen werden würde. Eine davon ist der ehemalige „LUGA Science Hub“, ein Containerbau nahe der Petruss, in der rue St. Ulric. Dieser soll nun für Pop-up-Aktivitäten bereitstehen. Interessierte können sich bis zum 15. Februar bewerben. Laut Maurice Bauer soll auch der Standort der ehemaligen Pop-up-Kaffeebar „Mikrokosmos“ in Zukunft weiterentwickelt und wieder ausgeschrieben werden. Das beliebte Café befand sich im Stadtpark hinter der Villa Vauban.
Neuigkeiten gab es außerdem zur Organisation der „Luxembourg Pride“. Das Festival zur Feier der LGBTQ+-Community wurde seit 2010 in Esch abgehalten. Es könnte dieses Jahr möglicherweise in die Hauptstadt zurückkehren. „Wir haben uns getroffen und wir haben uns über die Strecke geeinigt“, sagte Polfer in Bezug auf Gespräche mit dem Veranstalterverein „Rosa Lëtzebuerg“. Die Bürgermeisterin wollte dennoch nicht bestätigen, dass die Pride 2026 in der Hauptstadt stattfindet. Sie ließ lediglich durchblicken: „Wenn es richtig abgeschlossen ist, geben wir gemeinsam eine Pressekonferenz.“