Nach Rückrufen
Aktuelles Risiko für kontaminierte Säuglingsmilchprodukte gering
Nach dem Fund des Cereulid-Toxins in einigen Babymilchprodukten betonen luxemburgische Behörden, dass das Risiko für Säuglinge derzeit gering bleibe.
Die Behörden sehen derzeit nur ein geringes Risiko für Verbraucher, mit kontaminierter Säuglingsmilch in Kontakt zu kommen Symbolbild: Freepik
Nach dem Nachweis des bakteriellen Toxins Cereulid in einzelnen Säuglingsmilchprodukten haben luxemburgische Behörden umfassende Maßnahmen zur Sicherung des Marktes ergriffen. Eine gemeinsame Risikobewertung des Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hebt die schnelle Reaktion der EU-Mitgliedstaaten hervor. Die Wahrscheinlichkeit, derzeit mit kontaminierter Säuglingsmilch in Kontakt zu kommen, sei gering, wie aus einer gemeinsamen Mitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Weinbau sowie des Ministeriums für Gesundheit und soziale Sicherheit am Freitag hervorgeht.
Nach Angaben der Behörden standen die nationalen Stellen und europäischen Partner stets in engem Kontakt. Ziel war es, die mögliche Quelle der Verunreinigung rasch zu identifizieren und potenziell betroffene Produkte zügig vom Markt zu nehmen. Gleichzeitig wurden Hinweise auf Säuglinge mit verdächtigen Symptomen systematisch verfolgt.
Eine Probe war positiv
Seit dem 6. Januar wurden 50 Säuglingsmilchprodukte zurückgerufen. Betroffen war vor allem ein Öl, reich an Arachidonsäure (ARA) und auf den Etiketten als „Mortierella alpina-Öl“ ausgewiesen, das mit Cereulid kontaminiert war.
Zur Marktüberwachung wurden insgesamt 35 Milchpulverproben aller Marken getestet. Lediglich eine Probe war positiv und wurde umgehend zurückgerufen. Anfang Februar hatte eine zweite Rückrufwelle begonnen, ausgelöst durch strengere toxikologische Bewertungen der EFSA.
Die luxemburgische Gesundheitsinspektion habe zudem drei Verdachtsfälle geprüft: Zwei Säuglinge wurden wegen Dehydrierung kurzzeitig im Krankenhaus behandelt, sind aber vollständig genesen. Klinische Untersuchungen ergaben keine Auffälligkeiten. Die von einem der Säuglinge konsumierte Milch war jedoch positiv auf das Toxin, während die beiden anderen Proben negativ waren, geht aus dem Schreiben hervor. Nach Abschluss der Untersuchungen sei in Luxemburg kein Krankheitsfall eindeutig auf den Konsum kontaminierter Säuglingsmilch zurückführbar gewesen.
Alle wichtigen Informationen zu den Rückrufen von Säuglingsmilch sowie Empfehlungen und Hinweise zur Lebensmittelsicherheit finden Sie auf der Website der „Sécurité alimentaire Luxembourg“. (DJ)