Weihnachtsmarkt-Prozess
Tod von Emran auf dem Weihnachtsmarkt: „Die Skulptur musste einstürzen“
Den Gutachten und einigen Anwälten zufolge schien der Unfall unvermeidbar. Alles andere sei nur eine Verteidigungsstrategie des Künstlers, um sich aus der Verantwortung zu ziehen.
Der Künstler sei allein für die fahrlässige Tötung verantwortlich, betonen die Anwälte der gegnerischen Parteien Symbolfoto: Editpress/Julien Garroy
Nach acht Verhandlungstagen erscheint der Bildhauer als der Hauptverantwortliche für den Unfall, bei dem ein zweijähriger Junge ums Leben kam. Die Verteidiger von sieben der zehn Angeklagten sind sich sicher, wobei die Gutachten als als maßgeblich gelten. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hält dagegen an seiner Linie aus dem Schlussvortrag fest: Er sieht eine gemeinsame Verantwortung des Künstlers und des Auftraggebers der Statue.
Der frühere Mitarbeiter des LCTO habe „ein Versäumnis“ begangen indem er seinen Kollegen die Maße der Skulptur nicht mitgeteilt habe. Vor allem die Höhe sei nicht zu unterschätzen gewesen. 2,5 Meter seien für einen Erwachsenen hoch. Auf Höhe eines Kleinkindes sei das „ein potenzielles Risiko“, sagte der Staatsanwalt mit einem Zollstock in der Hand.