Editorial

Zum deutschen Streit über Militärhilfe für die Ukraine

Ein ukrainischer Soldat steht vor dem zerstörten Gebäude der Regierungsverwaltung in Mykolajiw

Ein ukrainischer Soldat steht vor dem zerstörten Gebäude der Regierungsverwaltung in Mykolajiw Foto: Vincenzo Circosta/ZUMA Press Wire/dpa

Seit Tagen wird in Deutschland bis in die Regierungskoalition hinein über die Lieferung zusätzlicher, wenn möglich auch schwerer Waffen an die Ukraine gestritten. Dabei wird insbesondere dem Bundeskanzler Olaf Scholz, aber auch anderen in der SPD vorgeworfen, eine zu zögerliche Haltung eingenommen zu haben. Diese Wahrnehmung hat sich längst über die Grenzen Deutschlands hinaus verfestigt. Dabei hatte die „Zeitenwende-Rede“ des deutschen Kanzlers kurz nach dem Einmarsch der Putin-Truppen in die Ukraine erst mal den Eindruck vermittelt, dass in Berlin der Ernst der Lage richtig erkannt wurde, der Schock über das, was da im Osten Europas aufgezogen ist, schnell überwunden sei und Entschlossenheit Platz machen würde. Zwar wurde militärische Hilfe geleistet, doch offensichtlich weit unter den Erwartungen nicht nur der Ukrainer.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren