Editorial

Wird Luc Frieden die Verantwortung für den Umfrage-Absturz der CSV übernehmen?

Luc Frieden vor zehn Tagen beim „Trounwiessel“

Luc Frieden vor zehn Tagen beim „Trounwiessel“ Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Das Szenario ähnelt dem von vor fünf Jahren sehr: Die CSV stürzte vergangene Woche in der „Sonndesfro“ auf 25,3 Prozent und 17 Mandate ab, 4,5 Prozentpunkte und vier Sitze weniger als bei den Kammerwahlen 2023. Im November 2020 war sie um über drei Prozentpunkte auf 25,7 Prozent gefallen, hatte ebenfalls vier Sitze verloren. Vier Monate später denunzierten Mitglieder der CSV-Fraktion (von denen einige heute Minister sind) ihren damaligen Parteipräsidenten bei der Staatsanwaltschaft, unterstellten ihm, sich beim CSV-„Frëndeskrees“ einen illegalen Arbeitsvertrag beschafft und unrechtmäßig Geld aus der Parteikasse genommen zu haben. Der Sündenbock für den Niedergang der CSV war gefunden, Frank Engel musste als CSV-Präsident zurücktreten, enttäuscht verließ er die Partei. Anderthalb Jahre später wurde er vor Gericht freigesprochen, doch politisch war er längst gestorben.

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