LGBTIQ+

Luxemburgs aktualisierter Aktionsplan berücksichtigt zentrale Forderungen der Communities nicht

Der 2018 von der damaligen Familinministerin Corinne Cahen (DP) erstellte Nationale Aktionsplan PAN LGBTI wurde nun von DP-Gleichstellungsministerin Yuriko Backes als PAN LGBTIQ+ aktualisiert. Zentrale Forderungen der Communities hat die Regierung nicht berücksichtigt, insbesondere CSV-Minister scheinen zu blockieren. In mancher Hinsicht ist der neue PAN sogar ein Rückschritt. 

Gleichstellungsministerin Yuriko Backes und ihr „Conseiller“ Ralph Kass am Montag bei der Pressekonferenz

Gleichstellungsministerin Yuriko Backes und ihr „Conseiller“ Ralph Kass am Montag bei der Pressekonferenz Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Der „Backlash“, den DP-Gleichstellungsministerin Yuriko Backes vor zehn Tagen noch auf dem „Pride March“ in Esch bekämpfen wollte, hat auch Luxemburg erreicht. Nur eine einzige der fünf politischen Forderungen, die der Interessenverband „Rosa Lëtzebuerg“ dieses Jahr an die Regierung stellte, hat es in die aktualisierte Version des Nationalen Aktionsplans (PAN) LGBTIQ+ geschafft, den Yuriko Backes am Montagnachmittag (acht Tage nach Ende der „Pride Week“) im Hauptsitz des Ministeriums auf dem Kirchberg vorstellte. Es ist die, dass nicht-binären Personen ermöglicht werden soll, die Geschlechtsbezeichnung „neutral“ in ihren Personalausweis (und folglich auch ins Personenstandsregister) einzutragen. Diese Forderung hatten CSV und DP im November 2023 in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen, genau wie die langjährige Forderung der „LGBTIQ+ Communities“ nach einem strafrechtlichen Verbot von Konversionstherapien, das auch Einzug in den PAN gefunden hat.

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