Cattenom
Breite Front gegen Atomkraft: Gemeinden und LSAP stellen sich gegen Laufzeitverlängerung
Ob der möglichen Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerkes Cattenom mobilisieren zahlreiche Luxemburger Gemeinden. Unterstützung erhalten sie vonseiten der LSAP.
Die Kühltürme von Cattenom sind auch über dem Luxemburger Frisingen gut zu sehen Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Die Diskussion um die Zukunft des französischen Atomkraftwerks Cattenom hat in Luxemburg alte und neue Kräfte reaktiviert. 30 Luxemburger Gemeinden haben sich mittlerweile in einer Allianz zusammengeschlossen, um gegen die Laufzeitverlängerung zu protestieren. Ausgelöst wurde das Wiederaufleben der vom damaligen Remicher Bürgermeister Henri Kox („déi gréng“) gegründeten Allianz durch die Entscheidung der französischen Behörde für nukleare Sicherheit (ASNR), die generischen Vorschriften für einen Weiterbetrieb der Anlage in Cattenom über das Jahr 2026 hinaus zu genehmigen. Damit wird der Weg für eine Verlängerung der Laufzeit um mindestens zehn Jahre geebnet, wobei die endgültige Entscheidung über die spezifischen Sicherheitsauflagen für Reaktor 1 erst 2027 fällt. Unter der Initiative des Roeser Bürgermeisters Tom Jungen (LSAP) aber regt sich schon jetzt Widerstand unter Luxemburger Gemeindeoberen. Unterstützung erhalten sie derweil von der LSAP.