Großer Erfolg

Luxemburgs Kriegsanleihen innerhalb von weniger als 24 Stunden ausverkauft

Diese Aktion können Finanzminister Roth und Verteidigungsministerin Backes offenkundig als Erfolg verbuchen. Die Anteile des „Defence Bond“ gingen weg wie warme Semmeln.

Strategie Konzept mit Zielscheibe und Pfeil im Zentrum als Symbol für erfolgreichen Volltreffer und zielgerichtetes Handeln

Die Strategie war ein Volltreffer Foto: Armée luxembourgeoise

Die Luxemburger Staatskasse („Trésorerie de l’État“) hat die erste Emission des neuen „Defence Bond“ vollständig platziert. Die Zeichnungsfrist war am Donnerstag (15. Januar) um 14 Uhr eröffnet worden, am Freitagvormittag war das Volumen bereits komplett ausgeschöpft.

Finanzminister Gilles Roth wertete die schnelle Platzierung als Zeichen des Vertrauens in die Regierung und die Stabilität der öffentlichen Finanzen. Zugleich zeige sie die Bereitschaft der Bürger, sich an der Finanzierung der nationalen Sicherheit zu beteiligen. Der Defence Bond sei ein „innovatives und zugängliches“ Instrument.

Das Papier hat ein Volumen von 150 Millionen Euro, eine Laufzeit von drei Jahren und einen festen Zinssatz von 2,25 Prozent. Gezeichnet werden konnte ab 1.000 Euro, pro Person und Bank gilt eine Obergrenze von 150.000 Euro – real waren aufgrund von fünf Banken also 750.000 Euro pro Person möglich. Für in Luxemburg ansässige Anleger sind die Zinsen von der Einkommensteuer befreit. Als Partnerbanken waren Spuerkeess, BGL BNP Paribas, BIL, Banque de Luxembourg und Banque Raiffeisen beteiligt. Die Anleihe soll an der Luxemburger Börse notiert werden. Die Verwendung der Mittel wird laut „Defence Bond Framework“ jährlich in einem Bericht ausgewiesen.

Für Anleger, die diesmal leer ausgegangen sind: Roth sagt, es sei gut möglich, dass noch weitere derartige Kredite folgen werden, etwa zur Finanzierung von Wohnungen oder von Klima- und Energieprojekten. Die betreffende Entscheidung werde vom Parlament getroffen werden. „Dort scheint es Interesse zu geben“, so der Minister. „Doch das ist noch Zukunftsmusik.“ (hat)

1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 16.01.202619:52 Uhr

Es handelt sich nicht um eine Kriegsanleihe, sondern um eine Verteidigungsanleihe...denn noch sind wir nicht im Krieg, auch wenn unsere Verteidigungsministerin eine Art von Flintenweib zu sein scheint, ha ha....

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